Forschungsarbeit: From ‘Pagan‘ Boy to Church Prelate: Archbishop Kpiebaya in Northern Ghana Church History

From ‘Pagan‘ Boy to Church Prelate:
Archbishop Kpiebaya in Northern Ghana Church History

Studien zur Kirchengeschichte, Band 30

Hamburg 2017, 440 Seiten
ISBN 978-3-8300-9736-5 (Print & eBook)

African family culture, Afrikanische Familienkultur, Basic Christian Communities, Basisgemeinden, Church partnership, Church self-reliance, Dagaaba/Dagara, Diocese of Wa, Diözese von Wa, Education history, Environmental Protection, Erziehungsgeschichte Nordghanas, Friedensstiftung in Nordghana, Inculturation, Inkulturation, Inter-religious dialogue, Kirchengeschichte, Kirchengeschichte Nordghanas, Kirchliche Partnerschaft, Kirchliche Selbstunterstützung, Kolonisierung Nordghanas, Laien- u. Jugendausbildung, Laity and youth formation, Northern Ghana church history, Northern Ghana colonization, Pastorale Führung, Pastoral leadership, Peace-building in Northern Ghana, Priesterausbildung, Religiöser Dialog, Seminary formation, Umweltschutz

Zum Inhalt

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Das Buch „From ‘Pagan’ Boy to Church Prelate. Archbischof Kpiebaya in Northern Ghana Church History? („Vom ‘Heidenkind‘ zum Kirchenfürst. Erzbischof Kpiebaya in der Kirchengeschichte Nordghanas“) schildert die Geschichte der Bevölkerung und der Katholischen Kirche im Norden Ghanas mit dem Schwerpunkt auf dem Beitrag, den Erzbischof Gregory Ebo Kpiebaya, Erzbischof-Emeritus von Tamale, Ghana, dabei geleistet hat.

Erforscht wird die Wanderungsgeschichte und die Stammesbildung der Bevölkerung im Norden Ghanas, besonders die der Dagaaba/Dagara. Ihre soziale Organisation und Familienkultur, durch die sich ihre Identität bestimmt, wird beschrieben. Außerdem werden die ständigen kämpferischen Auseinandersetzungen der Menschen, sowie Menschenraub, Sklavenhandel und die bewaffneten Konflikte zwischen den Stämmen im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts dargestellt. Dazu wird gezeigt, wie europäische Staaten um die polititsche Vorherrschaft in der Region gerungen haben und wie ‘The Northern Territories‘ schließlich als Teil der britischen Kolonie Goldküste (zu Anfang des 20. Jahrhunderts) annektiert wurde. Erörtert wird der Einfluß des kolonialen Verwaltungssystems auf die traditionellen Gesellschaftsformen. Gleichzeitig aber führte die Kolonisation in eine Periode von politischer Beruhigung, sozialer Stabilität und Sicherheit in den nördlichen Gebieten, was den Weg für missionarische Unternehmungen und moderne Entwicklung frei machte.

Das Buch handelt von der Geschichte der Christianisierung in Nord-Ghana im Hintergrund der früheren Evangelisierung Afrikas und Süd Ghanas. Die Afrikamissionare (Weißen Väter) kämpften mit der restriktiven Kolonialpolitik und der Armut, mit traditioneller Religion, traditionellen Gebräuchen und dem Islam, um das Christentum einzuführen und ein formelles Bildungssystem und damit die moderne Entwicklung in Nord-Ghana einzuleiten. Das Buch zeigt, wie die Katholische im Norden Ghanas wuschs von einer Außenstation von Ougadougou (1906) zu einer Kirchenprovinz in (1977) und sich seit 1999 unter 5 Diözesen teilt und von einheimischen Bischöfen geleitet wird. Der Beitrag der Gesellschaft der Afrika Mission (SMA) bis 1953, von der Steyler Missionaren (SVD) seit 1960 und der Protestantischen Missionskörperschaften für die Christianisierung der Bevölkerung in Nord-Ghana wird auch geschildert.

Die besondere und einzigartige Bedeutung von Erzbischof Kpiebaya für diese Entwicklung ist das Kernthema des Buches. Es wird beschrieben, wie Erzbischof Kpiebaya in bescheidenen Verhältnissen in der Kpiebaya Familie in Nanvilli, Upper West Region, aufwuchs, und zeigt seine Entwicklung zu einem großen Hirten der Katholischen Kirche in Ghana, der es schaffte, die Kirche in Nord-Ghana aufzubauen, besonders in Wa und Tamale. Seine menschlichen Qualitäten, seine wegweisenden pastoralen Methoden und sein Geschick bei der kirchlichen Verwaltung werden aufführlich dargestellt. Das Buch schließt mit seinem Ausblick auf die Entwicklung und Herausfordungen der Kirche im Norden-Ghana im 21. Jahrhundert

Das Werk ist nicht nur eine Biographie von Erzbischof Kpiebaya, sondern auch eine Zusammenfassung der Geschichte der Gesellschaft und der Kirche im Nord Ghanas und eine Abhandlung der pastoralen Theologie und Führung. Der epische Prolog und der epische Epilog schildern die Geschichte in Versen, bringen das Buch aus dem Reich der Geschichte, Biographie und Theologie in das Land der Literatur. Gerade sein interdisziplinärer Inhalt macht das Werk zu einer wichtigen Quelle für die unterschiedlichen Forschungsrichtungen: weltliche Geschichte, Kultur, Anthropologie, Theologie, Entwicklung, Kirchengeschichte und Englischer Literatur.



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