Doktorarbeit: Chromatische Stimmführungen, ihre Auswirkung auf sowie ihre Integration in die Phänomene Tonalität, Harmonik und Modulation in den Orgelwerken Max Regers

Chromatische Stimmführungen, ihre Auswirkung auf sowie ihre Integration in die Phänomene Tonalität, Harmonik und Modulation in den Orgelwerken Max Regers

Regertypische Harmonie-, Tonalitäts- und Modulationsprozesse aufgrund einer ausgeprägten chromatischen Satztechnik in seinen Orgelwerken

- 2 Bände -

Studien zur Musikwissenschaft, Band 38

Hamburg 2016, 890 Seiten
ISBN 978-3-8300-8603-1

Chromatik, Chromatische Stimmführung, Harmonik, Hugo Riemann, Komposition, Max Reger, Modulation, Orgelmusik, Tonalität, Tonfeldanalyse, Tonsatzanalyse, Tonsatztechnik

Zum Inhalt

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Max Regers Kompositionstechnik ist im Wesentlichen geprägt von chromatischen Stimmführungen, die Tonalität, Harmonik und Modulation beeinflussen und integraler Bestandteil der harmonischen Trias sind. Chromatik ruft in Regers Satztechnik vergleichsweise einzigartige revolutionäre Tonalitätserweiterungen hervor und stellt einen harmonisch-tonalen Kulminationspunkt innerhalb seiner Epoche dar. Einerseits partizipieren die Kompositionstechniken der Neuen Musik von Regers chromatischer Satztechnik, andererseits sind präromantische Kompositionen, wie die der Klassik und des Barock, für Reger Vorbilder gewesen. So verbindet Reger die Stilistik des Barock, der Klassik und (Spät-) Romantik miteinander und bereichert sie mit seiner einzigartigen Fähigkeit, Harmonik, Tonalität und Modulation, durch den vermehrten Einsatz von Chromatik, in neue funktionsharmonische Sphären zu führen. Der Terminus „neue funktionsharmonische Sphären“ weist auf das postepochal-antizipierende satztechnische Moment bei Reger hin.

Sich mit Regers chromatischer Tonalität und Harmonik zu befassen ist gleichermaßen spannend wie lehrreich, wird mit dem Studium des vorliegenden Werkes doch ein Zugang zu Regers charakteristischer Kompositionsstilistik sowie zum stilsicheren Improvisieren spätromantischer (Orgel-)Musik eröffnet.

Der Autor versteht es, durch genaue Detailanalysen, die interne Vergleichsanalysen zwischen Orgelwerken Max Regers und externe Vergleichsanalysen mit Werken aus Max Regers näherem und weiterem historischen Umfeld umfassen, den Personalstil Regers den Kompositionszeiträumen seiner Orgelwerke zuzuordnen sowie Regers Tonalitätsauffassung im Vergleich zu Regers Zeitgenossen und Vorgängern offenzulegen.

Alles in allem kann dieses, zwei Bände umfassende, Kompendium zur chromatischen Satztechnik in Max Regers Orgelwerken als schöpferische und inspirierende Grundlage für Komponisten, Organisten, Pianisten und alle begeisterten Anhänger der Musik von Max Reger dienen und sollte in vielen Universitätsbibliotheken vorhanden sein.

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