Doktorarbeit: Master Planning in Produktionsverbünden unter besonderer Berücksichtigung des Nivellierungskonzeptes

Master Planning in Produktionsverbünden unter besonderer Berücksichtigung des Nivellierungskonzeptes

Logistik-Management in Forschung und Praxis, Band 44

Hamburg , 178 Seiten

ISBN 978-3-8300-6872-3 (Print)
ISBN 978-3-339-06872-9 (eBook)

Zum Inhalt

Mit zunehmender Globalisierung findet innerhalb von Unternehmen eine stärker vernetzte Fertigung in Produktionsverbünden statt. Die zunehmende unternehmensinterne Vernetzung bedeutet für die Produktionsplanung und -steuerung eine enorme Herausforderung. Insbesondere die mittelfristige, standortübergreifende Produktionsplanung, welche eine Vielzahl nachgefragter Varianten verschiedenen Werken unter Einhaltung zahlreicher Restriktionen zuteilt, stellt einen hohen Anspruch an die Planer dar. Dieser zentral durchzuführende Planungsvorgang wird auch als Master Planning bezeichnet.

Die Planung gestaltet sich noch schwieriger, wenn ein Unternehmen nach dem Pull-Prinzip fertigen möchte, dessen Voraussetzung eine Nivellierung, eine Glättung der Produktion, ist. Nivellierte Pull-Systeme arbeiten nur dann effizient, wenn es einen konstanten Materialverbrauch gibt. Große Schwankungen hinsichtlich Volumen und Produktmix verhindern einen kontinuierlichen Materialfluss und führen zu Verschwendung. In der unternehmerischen Praxis konnte beobachtet werden, dass insbesondere im Rahmen des Master Planning bereits bestehende Nachfrageschwankungen der Kunden durch häufige Umplanungen innerhalb eines Produktionsverbundes verstärkt werden. Die Berücksichtigung dieser zusätzlichen Relation führt zu einer weiteren Zunahme der Komplexität des Master Planning.

Der Schwerpunkt dieser Untersuchung liegt daher darin, einen entscheidungsunterstützenden Planungsansatz für das Master Planning zu entwickeln, der die Bedarfsschwankungen für die Produktionsstandorte in einem Produktionsverbund berücksichtigt. Ziel des Modells ist die Kostenminimierung unter besonderer Beachtung des operativen Aufwands, der in Produktionsstandorten mit nivellierten Pull-Systemen durch Bedarfsschwankungen entsteht.

Es kann gezeigt werden, dass das entwickelte Planungsmodell den Anforderungen in der unternehmerischen Praxis gerecht wird und in der Lage ist, taktische Produktionspläne für einen Produktionsverbund zu generieren, die auch die Besonderheiten des Nivellierungskonzeptes berücksichtigen. Dadurch leistet es einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Qualität der Produktionspläne und demzufolge zur Verbesserung der Wettbewerbssituation eines Unternehmens.

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