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Dissertation: Entscheidungs­prozesse im Fonds­management

Entscheidungs­prozesse im Fonds­management

Finanzmanagement, Band 87

Hamburg 2012, 264 Seiten
ISBN 978-3-8300-6074-1

Anreize, Befragungsstudie, Betriebswirtschaftslehre, Deutsche Publikumsaktienfonds, Entscheidungen, Finance, Fondsmanagement, Fondsmanager, Kapitalanlagegesellschaften, Managerwechsel, Restriktionen, Risikostrategien, Vergütung

Zum Inhalt

Die Fondsindustrie ist in ihrer Gesamtheit einer der einflussreichsten Akteure am Kapitalmarkt. Eine genaue Kenntnis des Investitionsprozesses bei Investmentfonds sowie der organisatorischen Rahmenbedingungen, in die dieser eingebettet ist, ist folglich unabdingbar. Gleichwohl sind die in der Fondsindustrie ablaufenden Entscheidungsprozesse bislang weitestgehend unbekannt. Bisherige Erkenntnisse hierüber basieren in erster Linie auf Schlussfolgerungen, die aus Analysen der Fondsperformance gezogen wurden. Die Performance ist jedoch ihrerseits das Resultat vieler Entscheidungen, die in einer Kapitalanlagegesellschaft getroffen werden. Die Studie zeigt unmittelbar, wie die Entscheidungen von Fondsmanagern zustande kommen und wie Kapitalanlagegesellschaften durch die von ihnen gesetzten organisatorischen Rahmenbedingungen die Entscheidungen der Fondsmanager beeinflussen.

Zu diesem Zweck erfolgt erstmals eine kombinierte Betrachtung von Informationen bezüglich der Kapitalanlagegesellschaften, ihrer Fonds und der Manager, die sie verwalten. Die Informationen bezüglich der Fondsmanager stammen aus einer umfangreichen Befragungsstudie mit Managern deutscher Publikumsaktienfonds. Durch Verknüpfung der Befragungsdaten mit Fondsdaten können neue und im Vergleich zu bisherigen Erkenntnissen weitaus differenziertere Aussagen getroffen werden. So werden verschiedene Einflüsse auf den Investitionsprozess isoliert, um deren Zusammenwirken besser zu verstehen. Es zeigt sich, dass das Verhalten der Manager sowie die daraus resultierende Performance das Resultat des Zusammenspiels von drei Faktoren ist. Dies sind die Eigenschaften des Managers selbst, seine konkrete Aufgabe und die Eigenschaften der Kapitalanlagegesellschaft, für die er tätig ist.

Die Untersuchungen bringen zunächst Transparenz in bisher nicht beobachtbare Anreize und Handlungen von Fondsmanagern. Insbesondere wird gezeigt, dass die Eigenschaften des Managers und seiner Fonds den konkreten Investitionsprozess prägen. So sind die persönliche Kommunikation und damit die den Managern zur Verfügung stehenden Netzwerke von zentraler Bedeutung für die Aktienauswahl eines Fondsmanagers.

Neben den Fondsmanagern lenken auch die Kapitalanlagegesellschaften den Investitionsprozess. Sie nehmen zwar allenfalls geringen Einfluss auf die konkreten Anlageentscheidungen ihrer Manager, doch sie schaffen die organisatorischen Rahmenbedingungen, in die der Investitionsprozess eingebettet ist. Die Determinanten und Eignung dieser Rahmenbedingungen werden ebenfalls analysiert. Es zeigt sich, dass die konkrete Ausprägung des organisatorischen Rahmens durch jeden der drei obigen Faktoren bestimmt wird, also durch die Eigenschaften des Managers, seine Aufgabe und die Gesellschaftseigenschaften. Es gibt zahlreiche Hinweise auf die Zweckmäßigkeit der Rahmenbedingungen für den Investitionsprozess und damit auf intakte Governance-Mechanismen. Anreize und Restriktionen sind beispielsweise ökonomisch sinnvoll gewählt und auf den jeweiligen Manager zugeschnitten.

Durch die Kombination und Analyse vielfältiger originärer Informationen liefert die Studie einen Beitrag zu einem tieferen und umfassenderen Verständnis der Entscheidungsprozesse im Fondsmanagement.

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