Doktorarbeit: Die Bedeutung des christlichen Glaubens für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler

Die Bedeutung des christlichen Glaubens für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler

Schriften zur Sportpsychologie, Band 4

Hamburg 2011, 260 Seiten
ISBN 978-3-8300-5953-0 (Print & eBook)

Christlicher Glaube, Kompetenz- und Kontrollüberzeugung, Leistungsorientierung, Leistungssport, Motivation, Motivtendenzen, Psychologie, Religiosität, Sportpsychologie, Triangulation, Zentralitätsskala

Zum Inhalt

Die gesellschaftliche Diskussion um den Stellenwert von Religion und religiösem Glauben hat in den letzten Jahren an Umfang und Schärfe gewonnen. Gerade in herausfordernden Lebenssituationen, Erfolgen und Niederlagen, bekennen sich Menschen zu ihrem Glauben. Umso verwunderlicher erscheint es, dass die Funktion und der Einfluss der Religion auf den Sport und seine Akteure bisher kaum Beachtung findet. In der Studie wird erörtert, welche Bedeutung und Funktion der Glaube im Leistungssport einnimmt und ob dem gläubigen Sportler andere und vielleicht auch wirksamere Mittel zur Verfügung stehen, um leistungssportliche Aufgaben bewältigen und bewerten zu können.

Um eine umfassendere Betrachtung des Forschungsgegenstandes zu ermöglichen, kommt ein methodenübergreifendes Forschungsdesign zum Einsatz. Auf Grundlage der Bibel und darauf basierender wissenschaftlicher Veröffentlichungen werden religionstheoretische Erwartungen formuliert und mit Hilfe (sport-) wissenschaftlicher Fragebögen und Interviews überprüft. Eine Einteilung christlicher Leistungssportler in Hochreligiöse, Religiöse und Nichtreligiöse ermöglicht es, Gemeinsam?keiten und Unterschiede zwischen diesen Gruppen bezüglich ihrer Erfolgszuversichtlichkeit und Misserfolgsängstlichkeit festzustellen (Motivtendenzen), ob ihnen das Siegen, die Teilnahme an Wettkämpfen und/oder die Erreichung sportlicher Ziele wichtig ist (Leistungsorientierung) und ob sie sich selbst als kompetent ansehen, das eigene Leben zu kontrollieren (Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen). In den Interviews werden zusätzlich Aspekte wie der Aberglaube, das Verhältnis von Sport und Privatleben, die Darstellung des Glaubens und die Definition von Zielen und Erfolg beleuchtet. Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Forschung werden anschließend zusammengeführt (Triangulation). Dies führt zu weitreichenden und überraschenden Erkenntnissen in Abhängigkeit zur Religiosität.



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