Dissertation: Die deutsche Afrikapolitik seit 1990 im Lichte des Kosmopolitismus

Die deutsche Afrikapolitik seit 1990 im Lichte des Kosmopolitismus

Unter besonderer Berücksichtigung der Elfenbeinküste

Schriften zur internationalen Politik, Band 28

Hamburg 2010, 330 Seiten
ISBN 978-3-8300-4898-5 (Print & eBook)

Afrikapolitik, Elfenbeinküste, Globalisierung, Kosmopolitismus, Neo-Imperialismus, Nord-Süd-Beziehungen, Normative Theorien, Politikwissenschaft, Politische Wissenschaft

Zum Inhalt

In diesem Buch bewertet der Autor die deutsche Afrikapolitik seit 1990 im Lichte des Kosmopolitismus und empfiehlt darüber hinaus Lösungswege zur menschenwürdigen Neubegründung der deutsch-afrikanischen Beziehungen. Weil die Kosmopoliten – im Gegensatz zu den Kommunitaristen – die aktuellen Problemfelder der internationalen Beziehungen wie etwa die asymmetrischen globalen Handelsbeziehungen, den Klimawandel oder die globale Armut kritisch und konstruktiv thematisieren, hat der Autor den Kosmopolitismus zur Referenztheorie der normativen Bewertung gemacht. Diese Bewertung weist sowohl positive als auch negative Aspekte auf. Im Gegensatz zu den Afrikapolitiken der DDR und der BRD im Kontext des Kalten Krieges hat sich die deutsche Afrikapolitik seit 1990 stark multilateralisiert bzw. europäisiert und ist unter anderem an der Förderung von Demokratie und Menschenrechten orientiert. Trotz dieser qualitativen Umorientierung lässt sie sich durch Unzulänglichkeiten wie etwa das Laisser-faire Deutschlands gegenüber neo-imperialistischen Einmischungen bestimmter EU-Länder in Afrika, die Mitwirkung deutscher global players an Menschenrechtsverletzungen in Afrika oder die unfaire Politik der Agrarsubventionen charakterisieren. Angesichts dieser negativen Aspekte schlägt der Autor eine kosmopolitisch geprägte Umorientierung der deutschen Afrikapolitik vor. Zur menschenwürdigen Neubegründung der deutsch-afrikanischen Beziehungen aber empfiehlt er auch die Einhaltung einer ebenso kosmopolitisch geprägten Governanceethik seitens der Afrikaner.



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