Forschungsarbeit: Die Portraits Julianus Apostatas

Die Portraits Julianus Apostatas

ANTIQUITATES – Archäologische Forschungsergebnisse, Band 44

Hamburg 2008, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-3082-9 (Print & eBook)

Rezensionen

[...] Flecks Buch hat bislang nicht immer die Aufmerksamkeit erhalten, die es verdient. Von den Forschern aber, die sich ausführlicher mit seinen Thesen auseinandergesetzt haben, ist nur Zustimmung erfolgt. [...] Flecks Buch [ist] inhaltlich, aber insbesondere methodisch für jeden seriösen Julianforscher als unverzichtbar anzusehen [...].

Raphael Brendel, in:
Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte, 66 (2016)

[…] Man muss Fleck dankbar dafür sein, dass er die Mühe auf sich genommen hat, alle bisher als »Julian« titulierten Porträts […] kritisch zu überprüfen.

Kay Ehling, in:
Bonner Jahrbücher, 208 (2008)

Das Werk stellt alle Julian zugeschriebenen Porträts zusammen und untersucht diese nach verschiedenen Kriterien auf die Frage, ob sie tatsächlich den Apostaten abbilden. [...] Die bekanntesten "Opfer" dieser Analyse sind wohl die beiden Pariser Palliati, die Fleck anhand stilistischer Kriterien wie der Frisur in frühhadrianische Zeit datiert [...].
[...] der beigefügte Katalog macht es zu einem willkommenen Nachschlagewerk.

Ulrich Lambrecht, in:
Das Historisch-Politische Buch, Jg. 56 / Heft 6 (2008)

Altertum, Antike Plastik, Antikes Portrait, Archäologie, Diptychen, Herrscherrepräsentation, Julianus Apostata, Kaiserikonographie, Kontorniaten, Münzen, Römische Numismatik, Spätantike Kaiserrepräsentation, Statuetten

Zum Inhalt

Der bedeutende spätrömische Kaiser Julianus (361-363), gen. Apostata (der Abtrünnige), erhielt seinen Beinamen aufgrund seines Bestrebens, die pagane Kultur in einer zunehmend christianisierten Welt wiederzubeleben.

So umstritten er dadurch bereits zu Lebzeiten war, so uneins ist sich die Forschung hinsichtlich zahlloser Portraits, die ihm abwechselnd zu- oder abgeschrieben werden.

Sie alle werden in dieser Studie erstmals vollständig zusammengetragen, im Licht der Forschung kritisch diskutiert und auf ihren Bildnischarakter hin mit den verschiedensten Fragestellungen und Methoden neu überprüft – mit teilweise überraschenden Ergebnissen.

Am Anfang steht die kritische Auswertung schriftlicher Quellen, die für Julians Aussehen und Selbstverständnis relevant sind.

Es folgt die Untersuchung des numismatischen Bestandes, der durch den offiziellen Charakter der Münzprägungen für die Portraitfrage von besonderer Bedeutung ist. In der Zusammenschau werden das Maß an Einheitlichkeit geprüft und die Ursachen für Abweichungen ergründet.

Nachfolgend werden die weiteren vermeintlichen Julian-Bildnisse aus allen anderen Gattungen behandelt. Hierbei finden nicht nur stilistische Kriterien Anwendung, sondern es wird auch überprüft, ob jeweils eine Vereinbarkeit mit der spätantiken Kaiserikonographie vorliegt. Werden Objekte als Julian-Bildnisse abgelehnt, so bietet der Autor neue Datierungen und Deutungen an.

Abschließend werden die tatsächlichen Julian-Portraits auf ihre Aussagekraft hin untersucht und in den Kontext der spätantiken Herrscherrepräsentation eingeordnet.

Damit ist der künftigen Julian-Forschung auch durch den ausführlichen Katalog im Anhang ein wertvolles und unerlässliches Instrumentarium an die Hand gegeben.



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