Forschungsarbeit: Megastädte: Größe ohne Klasse?

Megastädte: Größe ohne Klasse?

Zur Soziologie der Megaurbanisierung - Wissensstand und aktuelle Forschungsprogramme

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 86

Hamburg 2007, 130 Seiten
ISBN 978-3-8300-3074-4

global cities, Globalisierung, Kooperationsmanagement, megacity, Megastadt, Metropolisierung, Nachhaltigkeit, Soziologie, Stadtentwicklung, Stadtsoziologie, Urbanisierung

Zum Inhalt

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2008 zum „Internationalen Jahr des Planeten Erde“ erklärt. Ziel ist die Förderung weltweiter Zusammenarbeit in der Forschung, insbesondere zu Themen die für die Zukunft der Menschheit einen hohen Stellenwert einnehmen. Bessere Lebensbedingungen in der wachsenden Zahl von Megastädten sind dabei ein wichtiges Forschungsthema. Unmittelbar berührt sind Fragen nachhaltiger Stadtentwicklung, der informellen Dynamik von Stadtquartieren, der Subsistenzwirtschaft, städtischen Landwirtschaft und Armutsbekämpfung, der Ausgrenzung und sozialräumlichen Polarisierung, der Gesundheitsvorsorge, des Klimaschutzes und der Minimierung der Folgen von Naturkatastrophen sowie der Förderung von Stadtidentität und Urbanität in megaurbanen Räumen.

Was sind die besonderen Herausforderungen der „mega cities“? Aus welchen Gründen steigt ihre Zahl besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern? Was unterscheidet die meisten von ihnen von boomenden Kultur- und Wirtschaftsmetropolen, den „global cities“? Welche Rolle spielen die Globalisierung und Metropolisierung für ihre Entwicklung? Lassen sie sich nachhaltig entwickeln oder stellen sie gar einen Irrläufer der Evolution des Siedlungssystems dar? Dies sind auch die Fragen, denen das Buch aus Sicht der angewandten Stadtforschung nachgeht. Die Themen im einzelnen sind: aktuelle Trends der Urbanisierung, ein Modell zum Verständnis der rasch voranschreitenden Globalisierung der Stadtentwicklung, Metropolen und Strategien zur Vermeidung der Metropolisierungsfalle, das Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung, neue Forschungsprogramme zu Megastädten, methodologische Fragen der Inter- und Transdisziplinarität sowie Aufgaben des interdisziplinären Kooperationsmanagements. Strukturierend wirkt dabei Georg Simmels soziologische Perspektive auf die moderne Großstadt, aus der sich eine kritische Würdigung des gegenwärtigen Risikodiskurses um Mega- und Metastädte ableiten lässt.

Zum Autor

Stratmann, Bernhard, Dr. phil., Dipl.-Soz., Jg. 1966, Studium der Soziologie an der Universität Bielefeld und an der Flinders University in Adelaide, Australien. Berufliche Stationen: Universität Bielefeld, Philipps-Universität Marburg, dort Promotion 1998, HIS – Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover, Bauhaus-Universität Weimar, dort akademischer Rat an der Professur Soziologie und Sozialgeschichte der Stadt, Institut für Europäische Urbanistik, Fakultät Architektur. Lehr- und Forschungstätigkeit u.a. zu den Themen: Gesunde Städte, Stadtentwicklung und Globalisierung, Public-Private Partnership, Olympische Spiele in Sydney (Delphi-Studie), Megastädte und nachhaltige Stadtentwicklung, „gender“ und Stadt-Raum-Zeit.

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