Dissertation: Agency Costs and Corporate Cash Holdings – Why do public firms hold so much more cash than private firms?

Agency Costs and Corporate Cash Holdings – Why do public firms hold so much more cash than private firms?

Finanzmanagement, Band 130

Hamburg 2018, 412 Seiten
ISBN 978-3-339-10206-5

Agency costs, Agency Kosten, Börsenorientierte Firmen, Cash holdings, Corporate finance, Finanzen, Liquiditätshaltung, Nicht-finanzielle Unternehmen, Non-financial firms, Private Firmen, Private firms, Public firms, Unternehmensfinanzierung

Zum Inhalt

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Die Bilanzen nicht-finanzieller Unternehmen weisen erstaunlich hohe Liquiditätsreserven auf. Insbesondere börsennotierte Firmen halten sehr viel höhere Liquiditätsbestände als private Firmen. Dieses Buch bietet einen umfassenden Literaturüberblick über die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zur Liquiditätshaltung in Unternehmen. In der Betrachtung der theoretischen Modelle werden die drei Hauptansätze (Trade-off Modell, Pecking-order Modell und Agency-Theorie) diskutiert und mit dem Konzept der finanziellen Flexibilität in Einklang gebracht. Aus diesen Modellen werden empirische Vorhersagen abgeleitet. Der Überblick über die empirische Literatur basiert auf diesen Vorhersagen. Es wird gezeigt, dass es Evidenz für alle Modelle gibt, wobei die Evidenz für die Agency-Theorie etwas schwächer ist als für die anderen Modelle.

Der empirische Teil des Buchs analysiert zunächst die allgemeinen Einflussfaktoren von Liquiditätshaltung in Unternehmen und erweitert die bestehende Literatur, welche typischerweise auf US-Daten basiert, durch die Verwendung deutscher Daten und die Fokussierung auf hauptsächlich private Firmen. Die Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse bestehender Literatur. Somit sind die Faktoren, welche die Liquiditätshaltung beeinflussen, für börsennotierte und private Firmen sowie für deutsche und Firmen aus anderen Ländern die gleichen.

Im zweiten Teil werden die Ursachen der höheren Liquiditätsquoten börsennotierter Firmen im Vergleich zu privaten Firmen untersucht. Eine mögliche Erklärung sind Agency-Kosten welche durch divergierende Interessen von Eigentümern und Managern entstehen und die bei börsennotieren Firmen vermutlich höher sind als bei privaten Firmen. Die empirischen Schätzungen verwenden die allgemeinen Einflussfaktoren und beinhalten zusätzlich verschieden Proxyvariablen um das erwartete Ausmaß der Agencykonflikte einer Firma zu messen. Die empirischen Ergebnisse liefern starke Evidenz dafür, dass Agency-Kosten einen relevanten Teil der höheren Liquiditätsbestände börsennotierter Unternehmen erklären können. Somit erweitert die Studie die empirische Evidenz für die allgemeine Relevanz von Agency-Kosten bezüglich der Liquiditätshaltung in Unternehmen und zeigt zudem dass Agency-Kosten einen signifikanten Teil der höheren Liquiditätsbestände von börsennotierten Unternehmen verursachen.



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