: Aquatische Modellsysteme

Aquatische Modellsysteme

Vergleich von aquatischen Modellsystemen unterschiedlicher Größe und Ausstattung mit einem durch landwirtschaftliche Nutzung beeinflußten Stehgewässer

Schriftenreihe agrarwissen­schaftliche Forschungs­ergebnisse, Band 6

Hamburg 1997, 214 Seiten
ISBN 978-3-86064-640-3

Agrarwissenschaft, aquatische Modellsysteme, künstliche Ökosysteme, Makrophyten, Mesokosmos, Mikrokosmen, Ökotoxikologie, Periphyton, Plankton

Zum Inhalt

Die Frage der Übertragbarkeit von Experimenten in aquatischen Modellsystemen auf natürliche limnische Freilandsysteme wird seit langem diskutiert. In dieser Arbeit wurde versucht, einen Beitrag zur Lösung der Problematik zu leisten. Hierzu wurden fünf Modellsysteme unterschiedlicher Größe und Ausstattung ausgewählt. Sie wurden hinsichtlich ihrer chemisch-physikalischen Parameter, der Nährstoffverhältnisse, des Bakteriengehaltes, der Artenausstattung des Phytoplanktons, Periphytons und Zooplanktons sowie bezüglich der Makrophytenausstattung untersucht.

Die Ergebnisse wurden mit den Untersuchungsergebnissen aus einem, in landwirtschaftlich genutztem Gebiet gelegenen, Teich verglichen. Es zeigte sich, dass die chemisch-physikalischen Parameter der zu vergleichenden Systeme die Grundlage für die Übertragbarkeit darstellen. Der Eintrag aus der Landwirtschaft in den untersuchten Teich machte sich vor allem beim Nitrat bemerkbar. Die Entwicklung der Becken gleicher Bauweise verlief hinsichtlich der untersuchten Parameter nahezu parallel. Veränderungen der physikalischen und chemischen Parameter, die in den Modellsystemen auftraten waren in erster Linie die Nitratlimitierung sowie der Anstieg der Phosphatwerte und des Chl-a-Gehaltes. Die Betrachtung der Einzelarten zeigte nur innerhalb der Becken gleicher Bauweise große Gemeinsamkeiten.

Bei der Makrophytenentwicklung in den Modellsystemen spielten zwei entscheidende Faktoren eine wichtige Rolle, zum einen die Größe des Systems und zum anderen die Nährstoffverhältnisse. Die Wechselwirkung der Makrophyten mit anderen strukturellen Parametern zeigte sich deutlich. Es zeigte sich aber auch die Bedeutung der durch die Konstruktion bedingten Faktoren, wie Beckengröße und -tiefe für strukturelle und funktionelle Parameter. In der vorliegenden Arbeit wurden die Anforderungen an die Modellsysteme bezüglich der Eignung für ökotoxikologische Tests diskutiert und eine Bewertung hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten gegeben als Grundlage für die Übertragbarkeit der Tests auf natürliche Systeme.



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