Forschungsarbeit: Eine Phytoplankton-Blüte in der Nordsee

Eine Phytoplankton-Blüte in der Nordsee

Schriftenreihe naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 64

Hamburg , 40 Seiten

ISBN 978-3-8300-0405-9 (Print)

Zum Inhalt

Die typische Entwicklung der kurzen Frühjahrsblüte in der freien Nordsee ist nur mit erheblichem Aufwand durch einen langen Einsatz vieler Schiffe richtig zu erfassen, und die unter diesen günstigen Bedingungen erhaltenen Daten lassen mancherlei zu wünschen übrig. Das Phytoplankton tritt in ausgesprochenen Wolken auf, was zu wenig erfreulichen Meßwerten führt; und auch die physikalische und chemische Umwelt zeichnet sich nicht durch sonderliche Homogenität aus. Es ist aus diesem Grunde eine schwierige Aufgabe, mit Hife eines solchen Beobachtungsmaterials zu naturwissenschaftlich korrekten Aussagen zu kommen. Auf zwei Probleme läßt sich daher gleich hinweisen:

  • a) Die Planktonentwicklung kann statistisch vertretbar nur als Funktion von ganz wenigen Umweltfaktoren mit Schwierigkeiten beschrieben werden, da neben deren stark streuenden Meßwerten der Einfluß untergeordneter Komponenten nicht nachgewiesen werden kann.
  • b) Jede derartige Beschreibung ist zunächst rein formal insbesondere, wenn auf der rechten Seite der Gleichung mehrere Glieder benutzt werden. Die eigentlich angestrebten kausalen Aussagen setzen zusätzlich weitere Kenntnisse voraus und sind daher meist nur bedingt möglich.

Hier geht es bei den oft als steuernd angenommenen Faktoren um die Physik (Turbulenz) und um die im Verlauf der Erdgeschichte im Meer stark angereicherten Pflanzennährstoffe. Schon diese Betrachtungen bieten erhebliche Probleme, wenn es um die Auswahl geeigneter Glättungsfunktionen geht, um zunächst die zeitliche Entwicklung der verschiedenen Komponenten deutlich sichtbar zu machen. Es kommt daher vertrauenswürdig am Ende nur zu einigen wenigen recht einfachen Aussagen, die sich auf die Dauer derartiger Blüten in verschiedenen Seegebieten beziehen, und die auf die bekannte große Bedeutung der vertikalen Vermischungsvorgänge für die Phytoplanktonentwicklung hinweisen, während die komplizierte Nährstoffdynamik zumeist offensichtlich zu keinen ernsthaften Problemen führt.

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