Strafprozessrecht
Wissenschaftliche Fachliteratur
Falls bei Ihnen die Veröffentlichung der Dissertation, Habilitation oder Masterarbeit ansteht, kontaktieren Sie uns jederzeit gern.


Katharina Annemarie Laue
Das vorrangige Jugendverfahren – Ein Modell zur beschleunigten Verfolgung besonders gefährlicher Jugendstraftäter
Eine qualitative Aktenauswertung der vorrangigen Jugendverfahren in Schleswig-Holstein
Strafrecht in Forschung und Praxis
Das Buch befasst sich mit dem 1999 in Schleswig-Holstein initiierten Modellprojekt „Vorrangiges Jugendverfahren“, welches einen Versuch darstellt, die Verfahrensdauer bei Jugendlichen und Heranwachsenden zu verkürzen und somit dem insbesondere im Jugendstrafrecht herrschenden Grundsatz der Beschleunigung des Verfahrens gerecht zu werden.
Der Anwendungsbereich des Modellprojektes erstreckt sich in erster Linie auf sog. „Intensivtäter“, also Täter, die bereits […]

Maren Wember
Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG)
Strafrecht in Forschung und Praxis
Bei § 21 StVG, dem Fahren ohne Fahrerlaubnis, handelt es sich um eine Sanktionsnorm, der aus dem Bereich des Nebenstrafrechts mit Abstand die größte praktische Bedeutung zukommt. Aus wissenschaftlicher Sicht führt die Vorschrift hingegen eher ein Schattendasein, was den Eindruck vermittelt, dass der Tatbestand keine nennenswerten Sachprobleme aufweist. Dies wiederum kommt der Praxis sehr entgegen, weil sie dieses Massendelikt, ohne große Subsumptionsarbeit leisten zu […]

Smail Dedic
Kriminalprävention durch Gewinnabschöpfung
Hauptziel der Studie ist es, die teilweise unübersichtlichen Regelungen der Struktur der Gewinnabschöpfung aus der Sicht des Strafrechts und des Zivilrechts zu untersuchen. Die geschichtlichen, kriminalpolitischen, empirischen und systematischen Zusammenhänge sind dabei nicht außer Acht gelassen worden. Der Autor setzt sich unter anderem mit den wichtigen Gerichtsentscheidungen und den Äußerungen in der Literatur in Bezug auf die Gewinnabschöpfung auseinander. Die […]

Carmen Horlacher
Auskunftserlangung mittels Folter
Strafrecht in Forschung und Praxis
Im Vordergrund steht die Untersuchung der polizeirechtlichen Rechtmäßigkeit der Androhung oder Anwendung von Gewalt zur Erlangung der erforderlichen Informationen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Strafbarkeit oder zumindest die Möglichkeit einer disziplinarrechtlichen Ahndung der für die „Folter“ verantwortlichen Polizeibeamten. Weiterhin wird besonderes Gewicht auf die Untersuchung der Vereinbarkeit der „Folter“ mit Verfassungsrecht und internationalem Recht gelegt. […]

Stefanie M. Bausch
Brechmitteleinsatz zur Exkorporation von Betäubungsmitteln – eine zulässige Maßnahme der Beweissicherung?
Zugleich eine Übersicht über die Verabreichung von Emetika in Deutschland
Strafrecht in Forschung und Praxis
Seit Beginn der 1990er Jahre verpacken Straßendealer ihr Heroin, Kokain oder Crack portionsweise in Plastik und transportieren die Drogen im Mund zum Verkaufsort. Bei drohender Polizeikontrolle werden die Kügel-
chen blitzschnell verschluckt und auf diese Weise dem Zugriff der Beam-
ten entzogen. Zur Sicherstellung der Beweismittel werden von den deut-
schen Strafverfolgungsbehörden Brechmittel eingesetzt.
Unlängst hat der Europäische Gerichtshof für […]

Sabine von der Lippe
Die ‘Widerspruchslösung‘ der Rechtsprechung für strafprozessuale Beweisverwertungsverbote
Strafrecht in Forschung und Praxis
Diese Arbeit befaßt sich mit der durch die Entscheidung des 1. und 5. Strafsenats des Bundesgerichtshofs (BGHSt 42, 15 ff., BGHSt 42, 170 ff.) ins Rampenlicht des Strafprozessrechts getretenen "Widerspruchslösung".
Ziel der Arbeit ist, die richterrechtliche Widerspruchslösung rechtlich einzuordnen und ihre Möglichkeit zu untersuchen, als zweite allgemeine Regel neben der Rechtskreistheorie Bedeutung zu erlangen. Die bisher kasuistisch angewendete […]

Giorgi Tumanishvili
Erweiterung der strafprozessualen Rechtsstellung des Verletzten?
Eine rechtsvergleichende Untersuchung am Beispiel des deutschen und georgischen Rechts
Strafrecht in Forschung und Praxis
Diese Studie greift den Gedanken des Opferschutzes und der Stellung des Verletzten im Strafverfahren auf, dem in den letzten Jahren ein hoher Stellenwert eingeräumt wird. Im Laufe der letzten fünfundzwanzig Jahre hat sich der deutsche Gesetzgeber bemüht, durch eine Verbesserung der Rechtsposition des Opfers im Strafverfahren, dessen Schutz in möglichst großem Umfang gerecht zu werden. Er hat zunächst durch das am 1. 4. 1987 in Kraft getretene Opferschutzgesetz allgemeine […]

Christian Hilgartner
Chancen und Risiken strafrechtlicher Wiedergutmachung für die Verteidigung
Schriftenreihe des Instituts für Anwalts- und Notarrecht der Universität Bielefeld
Die Abhandlung widmet sich einem gleichermaßen grundsätzliches wie aktuellen Thema. Das Strafrecht ändert sich: Wiedergutmachung und Täter-Opfer-Ausgleich haben seit etwa Mitte der 1980er Jahre, zunächst im Jugendstrafrecht – erprobt durch Modellprojekte – und später auch Eingang in die Rechtspraxis des Erwachsenenstrafrecht gefunden. Im Kontext des Verbrechensbekämpfungsgesetzes hat die Idee konstruktiver Tatverarbeitung 1994 durch Einfügung des § 46a StGB als materielle […]

Thomas Leister
Stillschweigende Annexkompetenzen bei strafprozessualen Grundrechtseingriffen
Strafrecht in Forschung und Praxis
Welche Grundrechtseingriffe gestatten die strafprozessualen Eingriffsermächtigungen? Zunächst einmal die expressis verbis angeführten Grundrechtseingriffe (sog. Primärmaßnahmen) bei § 81 a StPO also die körperliche Untersuchung. Fraglich ist aber, ob und inwieweit zur Durchführung dieser Primärmaßnahmen eine vorbereitende bzw. begleitende Maßnahme (sog. unselbständige Begleitmaßnahme) angeordnet oder unmittelbarer Zwang angewandt werden darf, z.B. bei § 81 a StPO das […]

Thomas Achim Hengstenberg
Die Frühwirkung der Verwertungsverbote
Eine Untersuchung der Bedeutung der Beweisverwertungsverbote für die strafprozessualen Verdachtsbeurteilungen
Strafrecht in Forschung und Praxis
Das Thema der Beweisverbote sorgt im deutschen Strafprozessrecht
seit jeher für eine rege Diskussion, die nicht zum Erliegen kommt. Ins-
besondere im Bereich der Rechtsfolgen von Beweisverwertungsverbote
existiert eine Fülle strafprozessualer Probleme. Anerkannt ist insofern
allein, dass ein Beweismittel, welches einem Verwertungsverbot unter-
liegt, nicht zur Grundlage eines Urteils gemacht werden darf. Weitge-
hend ungeklärt ist […]