Normativität
Wissenschaftliche Fachliteratur
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Lutz Seidel und Paul Martin
Autismus als kulturelle Kategorie
Diagnostik, Identität und gesellschaftliche Ordnung
Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften
Autismus wird häufig als medizinische Diagnose verstanden. Doch dieses Buch zeigt, dass Autismus weit mehr ist: eine kulturelle Kategorie, die Wahrnehmung, Normalität und Abweichung ordnet. Es untersucht, wie Gesellschaften festlegen, was als typisch, verständlich oder problematisch gilt. Dabei wird deutlich, dass Diagnosen nicht nur […]
Lutz Seidel und Paul Martin
Neurodivergenz und Substanzen
Funktionaler Gebrauch zwischen Selbstregulation, Selbstsorge und Stigma
Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften
Substanzgebrauch wird oft als individuelles Problem beschrieben. Dieses Buch zeigt, dass er im Zusammenspiel von Wahrnehmung, Körper und sozialer Umwelt entsteht. Es untersucht, wie sensorische Belastungen, interozeptive Dynamiken und gesellschaftliche Normen Suchtverhalten prägen. Dabei wird deutlich, dass Substanzgebrauch nicht allein aus […]
Paul Martin und Lutz Seidel
Autistische Geschlechtsidentität
Perspektiven auf Wahrnehmung, Körper und soziale Ordnung
Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften
Autistische Geschlechtsidentität entsteht im Zusammenspiel von Wahrnehmung, Körper und sozialer Ordnung. Dieses Buch zeigt, wie sensorische Besonderheiten, interozeptive Intensität und kulturelle Normen miteinander verflochten sind. Es entwickelt ein Modell mit drei Achsen – Körpererleben, soziale Lesbarkeit und kulturelle Deutungsordnungen – […]
Kevin Dankert
Die gesetzliche Regulierung von Persuasive Design
Beschreibungsmöglichkeiten und rechtliche Ansatzpunkte
Studien zur Rechtswissenschaft
Der Autor setzt sich damit auseinander, wie User Interfaces durch sog. „Persuasive Design“ subtil das Nutzerverhalten beeinflussen können, bspw. durch die Hervorhebung bestimmter Auswahloptionen.
Diese „Überzeugungskraft“ ist ambivalent: Oberflächengestaltungen, die als intuitiv bedienbar wahrgenommen werden, können gleichzeitig […]
Ulli F. H. Rühl
Kooperation oder Gewalt – Über die evolutionären Ursprünge von Moral und Recht
Schriften zur Rechts- und Staatsphilosophie
Schon David Hume versuchte 1739, die Ursprünge von Moral und Recht ohne Rückgriff auf Metaphysik oder Vertragsfiktionen allein aus natürlichen Prinzipien zu erklären. Die vorliegende Untersuchung präsentiert aus einer breiten interdisziplinären Perspektive moderne Erklärungsansätze für normatives Denken – unter anderem aus der […]
Julia Wellhöfer
Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und ihr Verhältnis zur inneren Verfasstheit von Paaren
Autonomie bei der Arbeitsteilung
Verfassungsrecht in Forschung und Praxis
Für eine autonome und gleichberechtigte Gestaltung der Arbeitsteilung zwischen Eheleuten spielen die Vorgaben der Verfassung eine zentrale Rolle. Die Arbeit analysiert das Verhältnis der Gleichberechtigung von Frauen und Männern (Art. 3 Abs. 2 GG) zur Ehefreiheit (Art. 6 Abs. 1 GG).
Dazu wird untersucht, wie das gesellschaftliche […]
Jennifer Maaß
Die Normativität der Sustainable Development Goals in den internen und externen Politiken Europas
Schriften zum Internationalen Wirtschaftsrecht
Das Streben nach Mehr – das ist es, was den Menschen auszeichnet. Dies gilt für das stete Vorantreiben seiner globalen Vernetzung ebenso wie für die Ausbeutung planetarer Ressourcen. In der Folge lassen sich Instabilitäten, Verteilungsungerechtigkeiten und Ressourcenverschwendungen feststellen.
Auch die Europäische Union (EU) muss […]
Thomas Hilker
Sprachliche Praxis und Islamische Normativität
Ein inferentialistischer Ansatz zur islamischen Bedeutungstheorie und Rechtsmethodologie unter Berücksichtigung einer pragmatischen Theorie der Lebenswelt
ﻧﻮﺮ ﺍﻠﺤﻜﻤﺔ Nur al-hikma
Licht der Weisheit. Interdisziplinäre Schriftenreihe zur Islamwissenschaft
Eine der wichtigsten intellektuellen Verantwortungen besteht heute darin, die konventionelle Entgegensetzung des griechischen, hebräischen, arabischen und mittellateinischen Denkens zu bezweifeln und die Quellen wiederzufinden, an denen diese Geistesströmungen nicht im Gegensatz zueinander standen, sondern sich wechselseitig inspirierten. Die […]
Eva Schenzinger
Der Kasusgebrauch nach als in reflexiven Konstruktionen
Norm, Variation, Grammatikalisierung
PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse
Gegenstand der Studie ist der Kasusgebrauch nach dem Satzteiljunktor als im geschriebenen Gebrauchsstandard des Deutschen in den folgenden reflexiven Konstruktionen: sich aufspielen als, sich betrachten als, sich bewähren als, sich bezeichnen als, sich entpuppen als, sich erweisen als, sich fühlen als, sich herausstellen als und sich […]
Jürgen Rath
Zum Gegebensein eines absoluten normativen Status des Menschen
Die Menschenwürde als absoluter Eingriffsschutz?
Eine philosophische Untersuchung zu einer Grundfrage des Rechts
Schriften zur Rechts- und Staatsphilosophie
Die Untersuchung beantwortet die Frage, ob dem Menschen ein absoluter Rechtsstatus zukommen kann, der ihn insbesondere in existentiellen Konfliktsituationen vor einem Einbezug in eine Abwägung – zum Beispiel in den Fällen der Rettungsfolter oder des Flugzeugabschusses zum Schutze der Bodenbevölkerung – schlechthin bewahrt, im Horizont der […]