Martyrium
Wissenschaftliche Fachliteratur
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Isabel Winghofer
Die Berücksichtigung der Strafzwecke bei der Strafzumessung unter Auflösung ihrer Antinomien am Beispiel des Haustyrannenfalls
Strafrecht in Forschung und Praxis
In den sogenannten „Haustyrannenfällen“ töten Frauen ihre Männer als finalen Schlussakt eines über lange Zeit andauernden Martyriums von Gewalt, Demütigung, Angst und Verzweiflung. Die Tötung des Mannes erscheint ihnen als einzige Möglichkeit, die Gefahren für sich und ihre Kinder endgültig und sicher abzuwehren.
Aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit, töten misshandelte Frauen ihre Peiniger fast nie in direkter Konfrontation, […]
Thorsten Becker
Von Gott her und auf Gott hin
Analyse des christlichen Freiheitsvollzugs im Werk Karl Rahners
THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse
Kein anderer hat wie Karl Rahner für das christliche Denken der Freiheit in der Postmoderne die entscheidenden Quellen in seinen theologischen Schriften neu offengelegt und sie in faszinierender Weise erschlossen. Dabei erschöpft sich Rahners Theologie der Freiheit nicht im akademischen Penthouse eines lebensfernen Diskurses, sondern zeigt ihre Relevanz und Alltagstauglichkeit, vom Plädoyer Rahners auf dem österreichischen Katholikentag 1962 […]
Michaela Bill-Mrziglod
Luisa de Carvajal y Mendoza (1566–1614) und ihre „Gesellschaft Mariens“
Spiritualität, Theologie und Konfessionspolitik in einer semireligiosen Frauengemeinschaft des 17. Jahrhunderts
Das Semireligiosentum, das frühneuzeitlich als „welt-geistlicher“ und mitunter sogar „klerikaler“ Stand bezeichnet wurde, hat eine Tradition, die in die Ursprünge des Christentums zurückzuverfolgen ist. Kirchenrechtlich handelt es sich bei diesem „mittleren Weg zwischen Kloster und Welt“ um eine Grauzone, da das Konzil von Trient (1545–1563) die strikte Klausur für religiöse Frauengemeinschaften vorgeschrieben hatte. Dies hemmte jedoch […]