Humboldt
Wissenschaftliche Fachliteratur
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Joanna Andrzejewska
Wirklichkeitswahrnehmung im Lichte des kulturellen Relativismus
Eine trilateral-linguistische Studie des Deutschen, Polnischen und Schwedischen
Schriften zur Vergleichenden Sprachwissenschaft
„Der Mensch denkt, fühlt und lebt allein in der Sprache“ hat von Humboldt vor Jahren festgestellt. Die theoretischen und philosophischen Hintergründe dieser Feststellung, vor allem aber ihre Nachgeschichte, sowohl in der Kultur- als auch in der Sprachtheorie werden wir in dieser Studie darzustellen versuchen. Die Sprache fungiert als „Gussform“ für den Gedanken, in der der letztere gleichsam erstarrt und ihre Gestalt bekommt – wiederholt 200 Jahre später Sapir. Das Denken […]

Anne Lepper
„Die Zauberkraft schöner Diktion“ – Bildung und Sprache bei Schiller
Anlass dieser Abhandlung ist Humboldts Kritik an Schiller, dieser habe bei all seinem Nachdenken über die Kraft des Schönen nicht seines eigenen Mediums der Sprache gedacht.
Mit dem Konzept „lebendiger Sprache“ weist die Autorin bei Schiller ein Sprachverständnis nach, welches zeigt, dass die Anthropologie des ganzen Menschen auch in Bezug auf die Ordnungsmuster von Sprache strukturierend wirksam ist. Da Sprache in diesem Sinn nach Schiller die Bestimmungen des […]

Matthias Voigt
Staats- und rechtswissenschaftliche Forschungsplanung zwischen II. und III. Sozialistischer Hochschulreform
Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
Der Autor untersucht die Entwicklung der ostdeutschen Forschungsplanung im Bereich der Staats- und Rechtswissenschaft der 50er- und 60er-Jahre. Anhand des Beispiels der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin zeichnet er die zahlreichen Wendungen innerhalb des nationalen Planungssystems nach, mittels derer Partei und Staat ihren Vorstellungen zum Durchbruch verhelfen wollten. Als Analysekonzept dient dem Autor in diesem Kontext das sozialistische […]

Jürgen Grzesik
Das deutsche Bildungssyndrom
Eine kritische Diagnose der Brauchbarkeit des Bildungsbegriffs
Schriften zur Pädagogischen Theorie
„Bildung“ ist ein deutsches Wort, für das es in anderen Sprachen keine Entsprechung gibt. Deshalb müssen in ihnen je nach Kontext verschiedene Wörter für „Bildung“ verwendet werden. Es gibt auch nur in Deutschland eine Geschichte der Bildungstheorie. Sie reicht vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
In dieser Geschichte konkurrieren zwei Tendenzen miteinander, eine subjektive spekulative idealistische und eine empirische phänomenologische. Während die […]

Thomas-Max Fernandez Bolaños
Die Transformation des Bundesgrenzschutzes in die Bundespolizei
Eine rechtstatsächliche Untersuchung anhand der Genese der gesetzlichen Aufgaben
Die Transformation des Bundesgrenzschutzes in die Bundespolizei wurde stets kritisch begleitet; dies gilt unverändert für aktuelle Diskussionen über weitere Veränderungen. Auch diese werden im Spannungsfeld der unterschiedlichen kriminalpolitischen Ideen geführt. Hierbei sollte bedacht werden, dass die heutige Bundespolizei Ergebnis eines komplexen Wandlungsprozesses ist. Insofern sollten Diskussionen über weitere Veränderungen unter folgendem Leitgedanken stehen: Nur wer […]

Dimitri Kessler / Hendrik Pekárek (Hrsg.)
Strafrechtliche Reaktionen auf die Organisierte Kriminalität in Deutschland und der Ukraine
Beiträge aus dem Kiew-Berlin-Austauschseminar 2013 des studentischen Netzwerks Ost-West
Schriftenreihe zum internationalen Einheitsrecht und zur Rechtsvergleichung
In Zeiten steigender personeller und informationeller Mobilität und Vernetzung, bei zugleich immer größer werdenden wirtschaftlichen Unterschieden zwischen Ost- und Westeuropa, stellt das Phänomen Organisierte Kriminalität die Rechtsysteme Europas immer wieder vor neue, grenzüberschreitende Herausforderungen. Der Sammelband fasst die Ergebnisse des rechtsvergleichenden Austauschseminars Netzwerk Ost-West im Jahr 2013 zu den strafrechtlichen Reaktionen auf die organisierte […]

André Fischer
Zur lern- und bildungstheoretischen Verortung von Beratung als Beispiel humanistischer Pädagogik
Am Fall des Zeitphänomens Coaching
Studien zur Erwachsenenbildung
„Die Gesellschaft sucht den Menschen für bestimmte, klar definierte Zwecke zu begaben, die sich aus ihrem Interesse, einer gegebenen Machtlage, dem Entwicklungsstand ihrer Produktivkräfte ergeben. Sie begabt ihn nicht als Menschen, sondern immer nur partiell, sie bedarf seiner als Bruchstück. Der Rest mag im Dunkel bleiben oder von alten Göttern gefressen werden.“ (Heydorn 1979: 12)
Vor dem Hintergrund gesellschaftlich erhobener Forderungen nach einer […]

Eva Flegel
„Alles ist Wechselwirkung“ – Dilettantismus als Lebens-Kunst-Programm
Naturwissenschaftler in der Nachfolge Goethes
Den Ausgangspunkt dieser Studie bildet Goethes Vorbild einer ästhetisch „anschaulichen“ Naturbetrachtung, die auf das ganzheitliche, simultane und intuitive Erfassen von Naturphänomenen setzt. In diesem System hat selbst das Wirken eines Kunstdilettanten seinen Platz, insbesondere dann, wenn es diesem gelingt, nicht nur als „Liebhaber“, sondern vor allem als „Kenner“ der Materie inhaltlich Relevantes in gefälliger Form zu präsentieren. [...]

Marion Stadie
Transdisziplinarität als Aspekt innovativer Universitäten
„Die Arbeit reiht sich ein in die Tradition transdisziplinär-philosophischen Nachdenkens über die Institutionalisierung von moderner Wissenschaft und Technik. Vor einem wissens-, wissenschafts- und wissenschaftsinstitutionentheoretischen Traditionshintergrund reflektiert sie die Dialektik von Disziplinierung und Entdisziplinierung des Wissens. Die Entwicklungsgeschichte der Inter- und Transdisziplinarität und ihre institutionelle Verankerung wird von der Scholastik bis in […]

Renate Carstens
Durch Asien im Horizont des Goethekreises
Neue Facetten im Wirken Goethes
Schriften zur Kulturwissenschaft
Seit 1976 wirkt Renate Carstens in Lehre und Forschung im Studiengang Indonesistik (Indonesienkunde) an der Jenaer Universität. Dieses Buch ist aus der Beschäftigung der Autorin mit der Kulturgeschichte Indonesiens entstanden. Es behandelt eine fast völlig unbekannt gebliebene Seite in Goethes Leben: sein erstaunlich vielseitiges Wirken in bezug auf Indonesien, das einstige Niederländisch-Ostindien mit Hauptstadt Batavia (heute: Jakarta). Diese Beziehungen wurden gekrönt […]