Heileingriff
Wissenschaftliche Fachliteratur
Falls bei Ihnen die Veröffentlichung der Dissertation, Habilitation oder Masterarbeit ansteht, kontaktieren Sie uns jederzeit gern.


Wolfgang Bauer
Die strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen Heileingriffs
Strafrecht in Forschung und Praxis
In diesem Text wird die über 100-jährige Geschichte der Strafbarkeit des eigenmächtigen ärztlichen Heileingriffs näher beleuchtet. Ausgangspunkt in der Rechtsprechung ist die hinlänglich bekannte Entscheidung des Reichsgerichtes aus dem Jahre 1894, in der das Gericht die Tatbestandsmäßigkeit des eigenmächtigen ärztlichen Handelns gem. der §§ 223 ff. StGB, ohne eine genaue Begründung zu liefern, bejahte. Der Wille des Patienten wurde für maßgeblich erachtet und […]

Marius François Luciano
Zur strafrechtlichen Einordnung medizinisch nicht indizierter Eingriffe in die Körpersubstanz von Kindern
Religiös motivierte Beschneidung von männlichen Kindern, geschlechtsbezogene Eingriffe bei Varianten der Geschlechtsentwicklung, ästhetisch motivierte Eingriffe (Ohrenkorrekturen, Piercings, Tätowierungen)
Strafrecht in Forschung und Praxis
Medizinisch nicht indizierte Eingriffe in die Körpersubstanz von Kindern können strafrechtlich insbesondere Körperverletzungstatbestände erfüllen. Sie betreffen einen vulnerablen Personenkreis, dessen Schutz staatlich zu gewährleisten ist. Diese Gewährleistung erfolgt über das sogenannte Wächteramt des Staates, das über die Einhaltung des Kindeswohlschutzes wacht.
Im Rahmen dieser Arbeit geht es diesbezüglich unter anderem um die allgemeine Frage, inwiefern […]

Benedikt Edlbauer
Die hypothetische Einwilligung als arztstrafrechtliches Haftungskorrektiv
Medizinrecht in Forschung und Praxis
Die juristisch anspruchsvolle und bisher noch weitgehend ungeklärte Thematik, die im Mittelpunkt dieser profunden Abhandlung steht, kennt fast jeder aus eigener Erfahrung: Vor einer Operation bittet der Arzt seinen Patienten zu einem Aufklärungsgespräch, in dem er ihm die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, insbesondere seine Risiken, aufzeigen und damit eine selbstbestimmte Behandlungsentscheidung ermöglichen soll. Wie umfangreich die rechtlichen Erwartungen an diese […]

Hendrik Strauf
Die Organisation der Aufklärung
Medizinrecht in Forschung und Praxis
Die Selbstbestimmungsaufklärung des Patienten hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine enorme Aufwertung erfahren und damit auch zunehmend forensische Bedeutung erlangt. Basierend auf der Körperverletzungsdoktrin der Rechtsprechung fordert die herrschende Meinung auch bei einem medizinisch indizierten und lege artis durchgeführten Heileingriff eine informierte Einwilligung. Die Aufklärungspflicht verfolgt damit den Zweck, dem Patienten eine sinnvolle Wahrnehmung […]