: Die Geldpolitik der Deutschen Bundesbank zwischen 1969 und 1982 im Lichte von Monetarismus und Keynesianismus, 2. Aufl.

Die Geldpolitik der Deutschen Bundesbank zwischen 1969 und 1982 im Lichte von Monetarismus und Keynesianismus, 2. Aufl.

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 10

Hamburg 1997, 265 Seiten
ISBN 978-3-925630-37-8 (Print)

Deutsche Bundesbank, Geldmengenänderung, Geldnachfragefunktion, Geldpolitik, Keynesianismus, Konjunkturverlauf, Monetarismus, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik

Zum Inhalt

Während der siebziger Jahre sind alle vier Hauptziele der Wirtschaftspolitik – Preisstabilität, Vollbeschäftigung, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und angemessenes Wachstum – in beträchtlichem Umfang verfehlt worden. Die wissenschaftliche Diskussion ist in der Beurteilung wirtschaftspolitischer Leistungen und Defizite von der Kontroverse zwischen monetaristischen und keynesianischen Modellvorstellungen geprägt. Die zahlreichen statistischen Untersuchungen zur Stabilität der Geldnachfragefunktion bzw. des Einflusses der Geldmengenänderungen auf den Konjunkturverlauf erfaßt ‘The Journal of Political Economy‘ bereits numerisch in den Kategorien: monetaristische Hypothese bestätigt/nicht bestätigt. Zur Beurteilung zeitlos-theoretischer oder abstrakt-empirischer Beiträge ist es förderlich, die Problematik in einer konkreten historischen Situation zu diskutieren.


Mit dieser Ausrichtung untersucht Jens Rohwäder das Verhalten der Deutschen Bundesbank zwischen 1969 und 1982 im Lichte der Theorien. Im Mittelpunkt stehen die Fragen:

Unter welchen Bedingungen entwickelte die Bundesbank zwischen 1969 und 1982 ihre Geldpolitik?


Ist die verfolgte Geldpolitik als keynesianisch oder monetaristisch zu charakterisieren?

War eine monetaristische und/oder eine keynesianische Geldpolitik möglich?

Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit den theoretischen Positionen monetaristischer und keynesianischer Geldpolitik. Das Bestreben ist dabei nicht, den ganzen theoretischen Horizont abzudecken, sondern die jeweiligen Ansätze zu charakterisieren und den folgenden Untersuchungszeitraum treffende Gedanken aufzuzeigen. Es werden einige empirische Befunde zu den theoretischen Aussagen angeführt. Der Leser bekommt einen Eindruck davon, wie problematisch die Verifizierung der Theorien mittels ökonometrischer Tests ist. Es ist für den Leser von Nutzen, die Situationen zu kennen, in denen die ökonomisch relevanten Verhaltensentscheidungen gefällt werden, wenn er die Testergebnisse interpretieren will.

Der gewählte Zeitraum umfaßt die Regierungszeit der Sozial-Liberalen Koalition. Deren Wirtschaftspolitik bzw. Elemente dieser Politik wurden am Lehrstuhl von Professor Scherf in mehreren Seminaren an der Universität Hamburg untersucht. In seinem daraus gewachsenen Buch hat Scherf die Analyse der Geldpolitik bewußt ausgeklammert. Jens Rohwäder versucht somit auch, diese Lücke zu schließen.



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