: Liebestätigkeit und Armenpflege in der Stadt Zwickau

Liebestätigkeit und Armenpflege in der Stadt Zwickau

Ein sozialhistorischer Abriß von Mittelalter und beginnender Neuzeit

Studien zur Geschichtsforschung des Mittelalters, Band 9

Hamburg 1999, 131 Seiten
ISBN 978-3-86064-987-9 (Print)

Armenpflege, Gemeiner Kasten, Geschichtswissenschaft, Krankenpflege, Mittelalter, Reformierung des Armenwesens, Sachsen, Zwickau Sozialwesen

Zum Inhalt

Die Kenntnis der Geschichte ist mehr als ein antiquiertes Hobby des Bildungsbürgers, sie ist Voraussetzung für das Verständnis der Gegenwart und Schutz für die Verführungen der Zukunft.

Entwicklungsgeschichte von Fürsorgewesen und Armenpflege im konkreten historischen - in unserem Fall städtischen - Kontext ermöglicht den Blick auf ein Gemeinwesen, in dem Solidarität und Subsidiarität durchaus keine Fremdwörter waren.

Fürsorge und Pflege waren mit der beginnenden Neuzeit immer von Begriffen begleitet, die „Veränderung“ bedeuteten. In dem Bemühen, Verbesserungen vorzunehmen, beschritten die Hohen Räte, Zünfte, Gilden und Bürger nicht selten „Holzwege“, die zwar denkbar, aber der historischen Situation nicht angemessen waren und deshalb nicht wunschgemäß wirkten. Erhöhte Bedarfe bei sinkenden Einnahmen und der daraus folgende Versuch, Versorgung von Armen und Kranken an wohltätige Vereinigungen und Privatpersonen zu delegieren, sind kein Phänomen der Neuzeit.

Die im Buch dargestellten vielfältigen Einflußfaktoren bei der Entwicklung eines Armenpflege- und Fürsorgewesens sollen die Stadt- und Sachgeschichte zugleich erhellen, aber auch für die gegenwärtigen Auseinandersetzungen im Gesundheits- und Sozialbereich Spiegel sein.

Das kritische Hinterfragen der Gegenwart durch Beschäftigung mit den Wurzeln von Fürsorge als geschichtlicher Dimension gesellschaftlichen Handelns schärft das Selbstverständnis und relativiert die Absolutheit des gesellschaftlichen Alltags.



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