: Zum Quellenwert von handgezeichneten Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete des späten 19. und frühen 20. Jahrhunders

Zum Quellenwert von handgezeichneten Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete des späten 19. und frühen 20. Jahrhunders

- insbesondere im Hinblick auf deren historisch-geographische Bearbeitung

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 23

Hamburg , 414 Seiten

ISBN 978-3-86064-978-7 (Print)

Zum Inhalt

Das Wissen um die Arbeit an autochthonen Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete der Qing-Zeit steckt immer noch in den Anfängen. Deshalb unternimmt der Autor mit dieser Arbeit den Versuch, die Karten eingedenk des Fernziels einer Bearbeitung unter historisch-geographischen Fragestellungen quellenkritisch zu durchleuchten und ihre kartographische Wesensart zu charakterisieren. Dabei geht es im speziellen um einen Corpus von 182 Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete der späten Qing-Zeit (einige wenige Altkarten besitzen über das Ende des Qing-Reiches hinausreichende Datierungen), deren Originale in der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - aufbewahrt werden.

Denn trotz der aufgelisteten Veröffentlichen zu Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete hat, wie gezeigt wird, bislang keine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit solchen Altkarten unter dem Aspekt ihres spezifischen Quellenwertes stattgefunden, weder seitens der Zentralasienwissenschaften noch erst recht seitens einer auf den zentralasiatischen Raum hin abzielenden historischen Geographie oder geographisch-landeskundlichen Forschung - sofern jene im Gesamtkomplex der geographischen Forschung als Arbeitsgebiete überhaupt wahrzunehmen sind.

So nimmt die Arbeit im ersten Teil eine Klassifikation der 182 Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete vor, die als Überreste des Geschäftsschriftgutes der Qing-Administration identifiziert werden können. Die Klassifikation wird verbunden mit einem tentativen Modell zum kommunikativen Rahmen der Weidegebietskarten, die 97% des Corpus ausmachen, mit dem auch der „Sitz im Leben“ dieser Karten ansatzweise erschlossen werden kann. Der zweite Teil der Arbeit bringt Licht in die kartographische Konzeption der Weidegebietskarten. Ferner wird aufgezeigt, wie wichtig Text- und Redaktionskritik für die Weidegebietskarten sind, um die Informationen, die die Altkarten zum jeweiligen Raum geben, quellenkritisch beurteilen zu können.

Insgesamt erbringt die Arbeit Grundlagenwissen, mit dem die Altkarten mongolischer Siedlungsgebiete als Quellen für historisch-geographische Fragestellungen erschlossen werden können.

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