Lebenserinnerung: Meine Angst ist so schlau wie der Teufel

Meine Angst ist so schlau wie der Teufel

Erfahrungsbericht

Lebenserinnerungen, Band 9

Hamburg 1999, 210 Seiten
ISBN 978-3-86064-917-6 (Print)

Angst, Autobiografie, Hochschule, Katholische Kirche, Lebenserinnerungen, Professor, psychische Erkrankung, religiöse Entwicklung, Universität

Zum Inhalt

Der Verfasser bricht ein Tabu. Er beschreibt schonungslos, wie er über einen Zeitraum von 17 Jahren von Todesängsten, Depressionen und Verzweiflung geplagt wurde. Den allgemein üblichen Erwartungen, die an Hochschullehrer gerichtet werden, konnte er häufig nicht entsprechen: Anstatt selbstsicher aufzutreten kam er mit rasendem Herzklopfen zu Vorlesungen und Seminaren. Manchmal war schon nach wenigen Minuten die Arbeitskraft erschöpft. Oft brach er zusammen und musste die Veranstaltung abbrechen.

Siegfried George hat ohne ärztliche Hilfe und ohne Medikamente die Krankheit durchlebt und bewältigt. Seine Wege waren: intensive Gespräche mit aufgeschlossenen Menschen, Selbstgespräche, Erfahrungen von Liebe, Weinen, Hilfe für andere, Meditation.

Ursachen für die Erkrankung fand er in Kindheitserlebnissen und einem sechsjährigen Klosteraufenthalt während der Schulzeit. Insbesondere die religiöse und moralische Erziehung der Eltern und der Priester waren krankmachend. Gott wurde als streng, grausam und hinterhältig dargestellt. Es bedurfte vieler seelischer Quälereien und Zusammenbrüche, um den Lebensoptimismus wiederzugewinnen.



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