: Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus

Die Entwicklungsgeschichte des Hamburger Schulbaus

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 18

Hamburg 1998, 580 Seiten
ISBN 978-3-86064-707-3

Albert Erbe, Bauwesen, Carl Johann Christian Zimmermann, Fritz Schumacher, Gustav Forsmann, Hamburg, Kulturwissenschaft, öffentliches Bauwesen, Paul Seitz, Schulbau

Zum Inhalt

Der promovierte Hamburger Kunsthistoriker Boris Meyn liefert mit seiner Arbeit über den Hamburger Schulbau eine umfassende Darstellung der Entstehungsgeschichte einer Architekturgattung als Bestandteil des öffentlichen Bauwesens. Die Arbeit untersucht den Schulbau in Hamburg von den Anfängen bis in die Gegenwart. Grundlage der Arbeit war eine vollständige Inventarisation bestehender sowie nicht mehr existenter Schulhäuser innerhalb der heutigen Landesgrenzen der Hansestadt Hamburg. Zur Auswertung des Bestandes wurde vom Verfasser eine Datenbank angelegt, die in einem detaillierten Werkverzeichnis im Anhang des Buches dargestellt wird.

Zu Beginn geht der Autor der Frage nach, ab wann sich der Schulbau als eigenständige Baugattung bezeichnen lässt. Die weitere Gliederung ergibt sich durch baugeschichtliche und pädagogische Eckpunkte: entweder durch wechselnde Rahmenbedingungen (Schulgesetzgebung, Reformpädagogik etc.) oder durch den erkennbaren Wandel schulsignifikanter oder architektonischer Formen. Die Rolle der verantwortlichen Architekten und oder Baudirektoren findet dabei besondere Berücksichtigung. Insbesondere Gustav Forsmann, Carl Johann Christian Zimmermann, Albert Erbe, Fritz Schumacher und Paul Seitz prägten den Hamburger Schulbau über jeweils längere Zeiträume. Ein vergleichender Blick auf ihr bauliches Oeuvre und die Frage nach der Wertschätzung unterschiedlicher Bauaufgaben ist ebenfalls Bestandteil dieser Arbeit. Dabei wird der Versuch unternommen, die Einzelbetrachtung der Baugattung vor dem Horizont einer umfassenden Architekturgeschichte darzustellen und sie in dieselbe einzubinden.

Kurze thematische Exkurse, beispielsweise zur im 19. Jahrhundert oder zur Reformpädagogik während der Weimarer Republik, begleiten die Darstellung und sollen helfen, die für die Veränderung im Schulbau maßgeblichen Faktoren verständlich zu machen.



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