: Monitoring der Hoch- und Zwischenmoorvegetation mit Methoden der Fernerkundung am Beispiel des Wurzacher Riedes

Monitoring der Hoch- und Zwischenmoorvegetation mit Methoden der Fernerkundung am Beispiel des Wurzacher Riedes

Schriftenreihe agrarwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 8

Hamburg 1998, 136 Seiten
ISBN 978-3-86064-703-5 (Print & eBook)

Agrarwissenschaft, Fernerkundung, Flugzeugscanner, Monitoring, Moor, Moorvegetation, Vegetationskartierung, Wurzacher Ried

Zum Inhalt

Die Publikation zeigt neue Wege auf für die Dokumentation der Zustandsveränderung in ökologisch wertvollen und gleichzeitig besonders sensiblen Gebieten.

In einer umfangreichen Methodenkritik werden den traditionellen Verfahren der Vegetationskartierung verschiedene Lösungsansätze aus der Fernerkundung (Beobachtung aus der Luft) gegenübergestellt. Entscheidende Anforderung dabei ist, ob charakteristische Bestandteile in der Vegetation (Indikatoren) lagerichtig und reproduzierbar über lange Zeiträume hinweg weitgehend störungsfrei beobachtet werden können.

Die in Hoch- und Zwischenmooren beobachtungsbedürftigen Vegetationsbestandteile werden aus dem Vergleich des Wurzacher Riedes mit anderen Mooren ähnlicher Standortbedingungen abgeleitet. Der Methodentest im Wurzacher Ried, welcher detailliert beschrieben wird, macht deutlich, dass jede Methode jeweils Stärken und Schwächen aufweist. Deshalb ist kein Standardvorgehen festzulegen; vielmehr muss die Methodenauswahl in Abhängigkeit von Größe und Ausstattung des Gebietes, der Zielsetzung der Beobachtung und den finanziellen Mitteln erfolgen.

Die Luftbildkartierung und insbesondere auch die Klassifikation von Flugzeugscannerdaten bieten jedoch im Vergleich zu traditionellen Verfahren (Transektkartierungen) vielfältige Vorteile, die es in Zukunft zu nutzen gilt. In Verbindung mit geographischen Informationssystemen sind Fernerkundungsverfahren dazu geeignet, die heutigen Methoden flächenbezogener vegetationskundlicher Untersuchungen zu verbessern, zu ergänzen und in Teilen zu ersetzen. Damit eröffnen sich insbesondere auch unter Berücksichtigung der rapiden Entwicklung von Computer- und Scannertechnologien neue Möglichkeiten in der Aufnahme und Überwachung naturschutzrelevanter Flächen bei Umweltbeobachtung, Erfolgskontrolle oder Sukzessionsforschung, die in ihren Konsequenzen heute noch gar nicht absehbar sind.



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