: The Astacins

The Astacins

Structure and Function of a New Protein Family

Schriftenreihe naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 53

Hamburg 1997, 372 Seiten
ISBN 978-3-86064-624-3 (Print)

Astacine, Enzyme, molekulare Evolution, Naturwissenschaft, Proteasen, Proteine, Raumstruktur, Spaltungsspezifikat

Zum Inhalt

Proteine bilden die strukturelle und funktionelle Grundlage aller Lebensvorgänge. Trotz ihrer ungeheuren Vielfalt können sie zu einer begrenzten Zahl von ursprünglichen Proteinfamilien zusammengefasst werden, deren Entstehung sich meist bis auf das Niveau von Bakterien zurückverfolgen lässt. Die Divergenz-Mechanismen, die zur heutigen unübersehbaren Mannigfaltigkeit der Proteine führten, enthüllen nicht nur fundamentale Strategien der molekularen Evolution, sondern auch wie sich das Leben überhaupt entwickelt hat.

Die von uns entdeckte Proteinfamilie der Astacine ist ein Musterbeispiel für diese Zusammenhänge. Während ein Protein im Magen des Flusskrebses die Nahrung verdaut, reguliert ein anderes, nahe damit verwandtes Protein das menschliche Knochenwachstum. Weitere Mitglieder dieser Proteinfamilie steuern bei der Fruchtfliege und beim Krallenfrosch die frühe Embryonalentwicklung, andere lassen Fische aus ihren Eiern schlüpfen, oder dienen im menschlichen Dünndarm und in der Niere der Peptid-Verdauung.

Das Erstaunliche hieran ist, dass man heute zeigen kann, dass alle diese derart unterschiedlichen Funktionen bei Mensch und Tier von nahe miteinander verwandten Proteinen bewerkstelligt werden, die sich ihrerseits auf ein gemeinsames Urgen zurückführen lassen. Damit ist anzunehmen, dass die Geschichte der Astacin-Proteinfamilie vor über 2 Milliarden Jahren begann. Das Buch fasst erstmals detailliert die Erkenntnisse zusammen, welche international von über 20 Forschergruppen über diese faszinierende Proteinfamilie herausgefunden werden konnten.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben