: Das geteilte China 1949 - 1953

Das geteilte China 1949 - 1953

Der innerchinesische Konflikt, die weltpolitische Gesamtkonstellation und die Chinapolitik der USA im Lichte neuerer amerikanischer und chinesischer Quellen

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 23

Hamburg 1997, 364 Seiten
ISBN 978-3-86064-519-2 (Print)

Chiang, Chinapolitik der USA, chinesischer Konflikt, Harry S. Truman, Kai-shek, Kuomintang, Mao Tse-tung, Politikwissenschaft, Teilung Chinas

Zum Inhalt

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die Entwicklung des geteilten Chinas im Zeitraum von 1945 bis 1953. Die Teilung der chinesischen Nation, die sich durch die Proklamation der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 und den Rückzug der nationalchinesischen Regierung der Republik China nach Taiwan manifestierte, war eine direkte Folge des innerchinesischen Konfliktes. Unter dem innerchinesischen Konflikt versteht man den ab 1927 gewaltsam ausgetragenen und unter veränderten Vorzeichen bis zum heutigen Tag andauernden Kampf zwischen der Kuomintang (frei übersetzt: Nationalchinesische Volkspartei) und der Kommunistischen Partei Chinas um die Vorherrschaft im bevölkerungsreichsten Land der Erde.

In dem in dieser Arbeit untersuchten Zeitraum erhielt der innerchinesische Konflikt für die weltpolitische Gesamtkonstellation eine besondere Brisanz aufgrund der Bipolarität des internationalen Staatensystems, welche sich als eine unmittelbare Folge des nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ausgebrochenen Ost-West-Gegensatzes entwickelte. Mit diesen Veränderungen von epochaler Bedeutung ging eine erbitterte Diskussion in den USA über die Chinapolitik einher. Die Regierung unter dem demokratischen Präsidenten Truman stand aufgrund der sich ständig verändernden weltpolitischen Gesamtkonstellation und angesichts einer starken innenpolitischen Opposition mit ihren außenpolitischen Umorientierungsplänen unter großem Druck.

Diese Arbeit folgt in ihrer theoretischen und methodologischen Konzeption dem neorealistischen Forschungsansatz. Insbesondere wird die auf dieser Theorie basierende Methode der Konstellationsanalyse angewendet. Hierbei handelt es sich um ein auf Methodenpluralismus und Ergebnisintegration beruhendes Analyseverfahren. Diesem Verfahren folgend, wird zunächst eine methodisch differenzierte Herausarbeitung der einzelnen Faktoren der zu untersuchenden Problematik vorgenommen, bevor eine Synopsis im Sinne einer kausal bewertenden und methodisch reintegrierenden Zusammenschau des Wirkungsgefüges aller Komponenten folgt. Als tragende Aktionssysteme werden die beiden chinesischen Konfliktparteien, die Volksrepublik China und die Republik China, sowie die USA besprochen.



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