: Versuch einer Kategorisierung grammatischer Differenzen am Beispiel der Mundart von Ottersdorf

Versuch einer Kategorisierung grammatischer Differenzen am Beispiel der Mundart von Ottersdorf

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 15

Hamburg 1996, 125 Seiten
ISBN 978-3-86064-441-6 (Print)

Dialekt, fränkisch-alemannisch, Kategorialgrammatik, kontrastive Grammatik, Mundart, Ottersdorf, Soziolekt, Sprachwissenschaft, Standardsprache

Zum Inhalt

Obschon immer wieder totgesagt, erfreut sich der Dialekt landauf und landab immer größerer Beliebtheit. Gesprochen hat man Dialekt schon immer, mehr oder weniger. Wollte man ihn schriftsprachlich festhalten, gebrauchte man eine entsprechende Halbmundart, die naturgemäß subjektiv gefärbt war und letztlich immer Differenzen zwischen Anspruch und Sprachwirklichkeit offenbarte.

Zehn Texte werden in diesem Buch exemplarisch einer grammatikalischen Analyse unterzogen. Sie wurden vom Verfasser gefertigt, doch sind sie insofern Allgemeingut, dass dem Volks „aufs Maul geschaut“ wurde, die Redewendungen und Ausdrücke sind oder waren Sprachgut dieser Sprachgemeinde. Der Verfasser bedient sich mit seiner kontrastiven Analyse der internationalen Lautschrift, die er neben der Halbmundart und der Standardsprache zum besseren Lautverständnis verwendet. So ist eine größere Gruppierung der Kodiermöglichkeit gegeben, einerseits den Ausführungen zu folgen, andererseits sich seiner eigenen phonologischen Möglichkeiten zu erinnern und einem Dialekt nahe zu kommen, der innerhalb der fränkisch-alemannischen Sprachgrenze gesprochen wird.

Der Verfasser ließ sich bei dieser Arbeit von folgenden Überlegungen leiten: Einmal die Offenlegung grammatischer Strukturen in entsprechenden Kategorien innerhalb einer kontrastiven Arbeit zu gewährleisten, und zum anderen durch diese Offenlegung syntaktischer, morphologischer und semantischer Zusammenhänge eine wissenschaftlich haltbare Auflistung in Form einer Archivierung möglich zu machen.

Ziel war es also, dem Dialekt auf die Spur zu kommen und die Mundart schriftlich zu erhalten. Denn trotz aller Beliebtheit werden sich die verschiedenen Dialekte in unserer technisch hochentwickelten und industriellen Welt zwangsläufig immer mehr der Hochsprache angleichen, eine Frage der Medien, der Arbeitswelt, der Identifikation und der Zeit. Nichtsdestoweniger wird Dialekt gesprochen, in allen Schichten. Doch er verdünnt sich. Die grammatikalischen Strukturen bewusst zu machen und sie festzuschreiben ist das Hauptanliegen dieses Buches.



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