: Aufklärung und politisches Handeln als intersubjektiver Prozeß

Aufklärung und politisches Handeln als intersubjektiver Prozeß

Beiträge zum Theorie/Praxis-Problem

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 19

Hamburg 1996, 220 Seiten
ISBN 978-3-86064-397-6 (Print)

Gesellschaftstheorie, intersubjektiv, Jürgen Habermas, Politikwissenschaft, politische Psychologie, politisches Handeln, Rolf Schmiederer, Rosa Luxemburg, subjektiver Faktor

Zum Inhalt

Dieser Band enthält Beiträge, die eine in sozialwissenschaftlichen Analysen und politisch-praktischen Anstrengungen allzu oft vernachlässigte Größe zum Bezugspunkt haben: den sogenannten subjektiven Faktor. Er wird in unterschiedlichen Kontexten thematisiert, wobei das Theorie/Praxis-Verhältnis meist die Fragerichtung bestimmt. Die Beiträge beziehen sich im wesentlichen

  • in erkenntniskritischer Perspektive auf die Ansätze politischer Psychologie in der Bundesrepublik sowie auf die Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas und die Didaktik-Konzeptionen Rolf Schmiederers;
  • in selbstreflexiver Perspektive auf Lehr- und Lernprozesse im universitären und (Lehrer-) Fortbildungsbereich;
  • in historischer Perspektive auf den Stellenwert von „Solidarität“ im Rahmen sozialer Bewegungen.

So setzen sich die ersten Beiträge mit theoretischen Entwürfen und Rezeptionsweisen auseinander, die ihren Ursprung in der Kritischen Theorie haben - einer Theorietradition, der sich der Autor durchaus auch verbunden fühlt. Eingangs ist der Bogen allerdings weiter gespannt, und es wird ein kritischer Überblick gegeben über die wichtigsten Ansätze politischer Psychologie in der Bundesrepublik, die mit ganz unterschiedlichen theoretischen Orientierungen verbunden sind.

Nachfolgend werden Lehr- und Lernprozesse im universitär-sozialwissenschaftlichen Bereich und in der Lehrerfortbildung unter dem Gesichtspunkt eines Desiderats erörtert: des Verständnisses dieser Prozesse als soziales Geschehen und damit als Praxis, die der (Selbst-) Reflexion bedarf.

Anschließend werden im thematischen Zusammenhang von „Vergangenheitsbewältigung“ und „deutsch-deutscher-Vereinigung“ Interaktionsweisen und Mentalitäten diskutiert, die dem erklärten Ziel, eben der Bewältigung von Vergangenheit bzw. der Wiedervereinigung, entgegenwirken.

Den Abschluss bilden zwei Beiträge zur Theorie und Geschichte sozialer Bewegungen, insbesondere der Arbeiterbewegung.



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