: Habitatprägung, Heimatbindungen und Rückkehr

Habitatprägung, Heimatbindungen und Rückkehr

Eine bio-sozialanthropologische Studie in binokular deutsch-israelischer Sicht

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 8

Hamburg 1995, 110 Seiten
ISBN 978-3-86064-302-0 (Print)

Emigranten, Ethologie, Gastarbeiter, Habitatprägung, Heimat, Heimatbindungen, Heimatmythos, Humanethologie, Rückkehr, Soziologie, Verhaltensbiologie

Zum Inhalt

Eine wissenschaftliche Dissertation von literarischem Niveau und spannend zu lesen, ebenso reich an menschlich ansprechenden Geschichten wie an kompakter Information von aktuellem Interesse.

Von den biologischen Grundlagen menschlichen Verhaltens ausgehend, beleuchtet der Autor alle Aspekte des Themas „Heimat“ und widerlegt einige populäre Trugschlüsse des Heimatmythos.

Nach einführenden Beobachtungen von Reaktionen auf das erste Wiedersehen mit der alten Heimat und einem linguistischen Exkurs, was und wie Heimat genannt wird, folgt der Verfasser zunächst dem Brauch von Konrad Lorenz und anderen Ethologen: Er definiert die für das Verständnis seiner Arbeit notwendigen Grundbegriffe der Verhaltensbiologie unter Zuhilfenahme illustrativer und allgemein verständlicher Beispiele.

Dem folgt eine repräsentative Auswahl von Fallstudien, zunächst über Gruppen, die eine neue Heimat suchten - oder auch ihre alte Heimat in der neuen Welt rekonstruierten. Ein Vergleich zwischen zahlreichen Biographien von Emigranten, die in ihren Aufnahmeländern auf Dauer ansässig blieben mit solchen, die in ihre Herkunftsländer zurückkehrten, ergab eine bis dato unbeachtete Regel für die Rückkehrmotivation. Zur Kontrolle herangezogene soziologische Fragebogenerhebungen über die Rückkehrabsichten von Gastarbeitern erwiesen sich hingegen als unrealistisch und bar jeden Voraussagewerts.

Eine Diskussion der Funktion der Heimatbindungen und ihres Stellenwerts in der modernen Welt schließt diese Arbeit über ein Thema ab, an das sich die Humanethologie bisher nicht herangewagt hatte.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben