: Impulse - Mütter mit Mehrlingskindern

Impulse - Mütter mit Mehrlingskindern

Schwangerschafts- und Geburtserleben

Europäischer Arbeitskreis für Prä- und Postnatale Entwicklungsforschung, Band 4

Hamburg 1995, 232 Seiten
ISBN 978-3-86064-250-4 (Print)

Hormontherapie, Kinderlosigkeit, Kinderwunsch, Mehrling, Mehrlingsgeburt, pränatale Psychologie, Psychologie, Reproduktionsmedizin, Sterilität

Zum Inhalt

Vor wenigen Jahren noch wäre die von Anne Feri? vorgelegte Arbeit als wenig relevant, gar als exotisch aufgefasst worden angesichts all der Probleme, die es am Lebensbeginn zu meistern und somit wissenschaftlich zu untersuchen gibt. Denn die Zahl der unter Mitwirkung der Ärzteschaft gezeugten bzw. empfangenen und „erfolgreich“ geborenen Kinder ist erst seit ein paar Jahren sprunghaft angestiegen.

Die mit diesem Geschehen befassten Disziplinen haben sich bisher eher mit der Verbesserung der medizintechnischen Verfahren und spektakulären Erfolgsberichten darüber befasst, was heute schon alles „machbar“ sei. Der wichtigen, ja vielleicht entscheidenden Frage aber, wie es denn den Betroffenen ergeht, wie es um ihre Gefühlswelt bestellt ist, wurde kaum ernsthaft nachgegangen. Hier betritt Anne Feri? mit ihrer Studie weitgehend Neuland. Sie untersucht diese Frage an solchen Müttern, die durch die prä-, peri- und postnatalen Bedingungen besonders belastet sind, nämlich Mütter mit Mehrlingskindern. Dabei vergleicht sie, ob Unterschiede bestehen zwischen Müttern, die ihre Mehrlingskinder natürlich empfangen haben und solchen, die dabei auf medizinischer Hilfe angewiesen waren.

Die Autorin ist wie kaum eine zweite Person qualifiziert für diese Arbeit: Sie ist selbst Ehefrau und Mutter, war jahrelang Hauptschullehrerin, absolvierte den Studiengang Diplompädagogik, hatte durch die Frauenarztpraxis ihres Ehemanns intensive Einblicke in die medizinische Seite der Thematik und widmete sich in Vorbereitung ihrer Promotion mehrere Jahre dem Studium pränataler Psychologie. Dass sie in dieser Arbeit aufzeigt, wie sehr das Geschehen am Lebensbeginn auch für die Pädagogik bedeutsam ist, macht die Studie besonders wertvoll.



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