: Junge Erwachsene im Kontext ihrer sozialen Netzwerke

Junge Erwachsene im Kontext ihrer sozialen Netzwerke

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 8

Hamburg , 322 Seiten

ISBN 978-3-86064-230-6 (Print)

Zum Inhalt

Neyers zentrales Anliegen besteht in einer Zusammenführung psychologischer und soziologischer Perspektiven der Netzwerkforschung. Anhand einer konkreten empirischen Fragestellung werden hierbei auch familienpsychologische Aspekte einbezogen.

Der Band gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Im theoretischen Teil stellt der Autor neuere Konzepte und empirische Ergebnisse der Netzwerkforschung vor und diskutiert, mit welchen Möglichkeiten und Grenzen eine Einbeziehung des ursprünglich soziologisch und strukturell angelegten Netzwerkkonzepts in psychologische Fragestellungen konfrontiert ist. Der empirische Teil befasst sich mit der Beschreibung und Analyse der egozentrierten Netzwerke von 479 Personen im Alter von 18 bis 32 Jahren, die im Rahmen des Familiensurveys und der Mehrgenerationenerhebung des Deutschen Jugendinstituts 1989 und 1990 befragt worden sind. Zwischen beiden Messzeitpunkten ergibt sich eine mittelhohe Stabilität der Netzwerke.

Stabilität und Veränderung der Netzwerke werden aber auch vor dem Hintergrund möglicher Bedingungsfaktoren (z.B. Institutionalisierung und Erstelternschaft usw.) analysiert. Dabei ergeben sich u.a. geschlechtsspezifische Unterschiede derart, dass Männer eher partnerschaftszentriert sind, während Frauen ihr Netzwerk extensiver nutzen. Schließlich werden die Beziehungen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern in raumzeitlicher Perspektive betrachtet, wobei sich tendenziell zeigt, dass starke Verbindungen eher mit einer Stabilisierung und schwache Verbindungen mit einer Abnahme der Kontakthäufigkeit einhergehen.

Abschließend wird der Frage einer Verschränkung von horizontalen und vertikalen Familienbeziehungen nachgegangen. Hierzu wird eine Typologie von starken und schwachen Partner- und Mutterverbindungen entwickelt, die in einem Vierfelderschema miteinander kombiniert werden. Die so konstruierten vier Typen unterscheiden sich zwar nicht im Hinblick auf ihre sozialen Gelegenheitsstrukturen, aber im Ausmaß der sozialen Partizipation des Netzwerkgefüges.

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