: Von Fabel bis Fantasy

Von Fabel bis Fantasy

Gesammelte Aufsätze und Vorträge zur Erzählforschung, Jugendliteratur und Literaturdidaktik

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 11

Hamburg 1994, 212 Seiten
ISBN 978-3-86064-228-3 (Print)

Erich Kästner, Erzählforschung, Fabel, Fantasy, Jan Procházka, John Christopher, Josefine Ottesen, Jugendbuch, Jugendliteratur, Karl May, Literaturdidaktik, Literaturwissenschaft, Marion Zimmer Bradley, Schlaraffenland

Zum Inhalt

Von Fabel bis Fantasy vereinigt wichtige kleinere Arbeiten des Autors, die in sehr speziellen Fachzeitschriften publiziert wurden oder bisher nur als Manuskript vorlagen. Nach dem Sammelband Aufklärung und Utopie (1993 im gleichen Verlag erschienen), der primär unter literaturgeschichtlichem Akzent stand, macht Biesterfeld nun Untersuchungen zugänglich, die von Themen der Erzählforschung, Jugendliteratur, Medien- und Literaturdidaktik bestimmt sind.

Biesterfeld stellt Autoren der Gattung Fabel vor, deren Texte seit dem 18. und frühen 19. Jahrhundert nicht mehr gedruckt wurden und in Vergessenheit gerieten Er macht deutlich, dass der Kanon von Fabeln, der heute für Lektüre und Literaturunterricht zur Verfügung steht, sich ständig selbst reproduziert und deshalb einer Auffrischung durch zusätzliche Texte dringend bedarf.

Ein Schwerpunkt des Buchs ist die Literatur der Phantastik und Science Fiction. Erich Kästners Jugendroman Der 35. Mai wird auf seine Quellen untersucht, die Rezeption von Science Fiction aus Osteuropa in Deutschland dargestellt, das Jugendbuch John Christophers Die Wächter einer didaktischen Analyse unterzogen. Im Zentrum steht der erstmalige Vergleich des Romans Tochter der Nacht der international bekannten Fantasy-Autorin Marion Zimmer Bradley mit seiner Vorlage, der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart. Bradleys Roman hat wiederum das Jugendbuch Feder und Rose von Josefine Ottesen beeinflusst, auf das sich ein weiterer Aufsatz bezieht. Weiterhin finden sich im vorliegenden Buch die erste Übersetzung des englischen Märchens vom Schlaraffenland ins Deutsche, eine Darstellung Karl Mays in der Parodie und ein Vortrag, der zukunftweisend mögliche Positionen des Deutschunterrichts zur Herausforderung durch das Unterhaltungsangebot der audiovisuellen Medien skizziert.

Von den insgesamt fünfzehn Beiträgen erscheinen vier erstmalig im Druck. Alle älteren Beiträge sind überarbeitet und durch bibliographische Ergänzungen aktualisiert.



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