: Zur Diagnostik und Therapie gefährlicher bakterieller Neugeboreneninfektionen

Zur Diagnostik und Therapie gefährlicher bakterieller Neugeboreneninfektionen

HIPPOKRATES – Schriftenreihe Medizinische Forschungsergebnisse, Band 20

Hamburg 1994, 150 Seiten
ISBN 978-3-86064-167-5 (Print)

Anaerobier, Antibiotika, antibiotische Behandlung, B-Streptokokken, Bakteriologische Untersuchung, Chlamydia trachomatis, Diagnostik, Erregerspektrum, Frühgeborene, Intensivpflege, Medizin, Neugeborene, Neugeboreneninfektionen, Pneumonie

Zum Inhalt

Das Erregerspektrum der bakteriellen Neugeborenen-Infektionen ist umfangreich. Seine Kenntnis ist bei der Wahl von Antibiotika für die Chemotherapie von Bedeutung. Die antibiotische Behandlung, die bald nach Einleitung der mikrobiologischen Diagnostik begonnen werden muss, soll gegen alle zu erwartenden Erreger wirksam sein und möglichst keine Lücken aufweisen. Dies ist zur Zeit mit der Anwendung von Antibiotika-Kombinationen möglich.

Die Frage nach dem Erregerspektrum und der Häufigkeit der bakteriellen Erreger wird retrospektiv aus der Analyse des Krankengutes der Universitäts-Kinderklinik Kiel beantwortet. Eine Einteilung in verschiedene Zeiträume gibt über Änderungen des Erregerspektrums Aufschluss. Dabei kam es auch auf eine Wirksamkeit der verschiedenen Antibiotika in den einzelnen Perioden an. Weiterhin interessierte den Autor die Frage, ob aus einfach zu erhebenden Befunden wie Blutbild und Röntgen-Aufnahmen des Thorax Rückschlüsse auf das Vorhandensein einer gefährlichen Infektion und ihren Verlauf gezogen werden können und welche bakteriologischen „Screening“-Untersuchungen bei Neugeborenen durchgeführt werden sollen.

Als Beispiel für schwere bakterielle Neugeborenen-Infektionen zog der Autor die Sepsis heran, in deren Verlauf häufig eine Meningitis auftritt. Von besonderem Interesse war wegen der Bedeutung der Intensivpflege von Früh- und Neugeborenen auch die Pneumonie bei Langzeit-Beatmung, die verschiedene Erreger haben kann.

Prospektiv wurde die Häufigkeit des Vorkommens von B-Streptokokken und Chlamydia trachomatis im mütterlichen Genitaltrakt und die Kolonisation des Neugeborenen untersucht. Der Autor prüfte, wie häufig eine Übertragung von der Mutter auf das Neugeborene stattfindet und eine Erkrankung erfolgt.

Experimentell untersuchte der Autor nicht nur das Wachstum von Bakterien aus dem Patientenstamm. Er zog auch Bakterienstämme heran, die nach der Literatur als Erreger gefährlicher Infektionen bekannt sind (z.B. Anaerobier). Außerdem prüfte er die Wirksamkeit verschiedener neuerer Antibiotika, um eine Aussage über das Wirkungsspektrum einzelner Antibiotika-Kombinationen treffen zu können.



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