: Das GATT und der Weltagrarhandel

Das GATT und der Weltagrarhandel

Studienreihe Volkswirtschaften der Welt, Band 4

Hamburg 1993, 330 Seiten
ISBN 978-3-86064-107-1 (Print)

Diskriminierung, GATT, immense Exportsubventionen, Liberalisierung, Protektionismus, Sonderstellung, Uruguay-Runde, Volkswirtschaftslehre, Weltagrarhandel

Zum Inhalt

Der Weltagrarhandel stellt seit Bestehen des GATT einen besonderen Problembereich dar. Alle Liberalisierungsbemühungen blieben bis in die heutige Zeit weitgehend erfolglos. Der Grund für diesen Zustand liegt im GATT-Vertragswerk begründet. Dem Agrarhandel wird erstens durch verschiedene Ausnahmeregelungen in bestimmten GATT-Artikeln eine Sonderstellung gewährt. Zweitens sind verschiedene Eingriffe in den Agrarhandel im GATT-Regelwerk nicht eindeutig geklärt. Und drittens unterliegen wichtige Agrarhandelsländer keiner effektiven GATT-Disziplin. Der Weltagrarhandel wird immer stärker durch extremen Protektionismus, Diskriminierung und immense Exportsubventionen verzerrt.

Ein neuer Versuch eine umfassende Liberalisierung im Agrarhandel zu erreichen wurde in der sogenannten Uruguay-Runde unternommen. In dieser seit 1986 laufenden GATT-Runde steht der Weltagrarhandel im Mittelpunkt der Verhandlungen und eine Einigung in den anderen Themengebieten (z.B. Liberalisierung des Dienstleistungshandels) wird von einem erfolgreichen Abschluss der Agrarverhandlungen abhängig gemacht. Die Agrarverhandlungen der Uruguay-Runde haben daher eine große Bedeutung für die Zukunft des GATT und für die weltwirtschaftliche Entwicklung.



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