: Alltagsbewältigung im Jugendalter

Alltagsbewältigung im Jugendalter

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 4

Hamburg , 345 Seiten

ISBN 978-3-86064-019-7 (Print)

Zum Inhalt

Mit der Umorientierung in der Jugendforschung, weg vom “Störreiz”–Modell, zeichnet sich seit Anfang der 80er Jahre eine Hinwendung zu den Formen der Bewältigung, die Jugendliche in der Auseinandersetzung mit eher alltäglichen Anforderungen und Problemen zum Einsatz bringen. Dieser Fragestellung widmet sich Michael Josef Kavsek. Sein Blick gilt der Feststellung von Dimensionen des Verhaltens Jugendlicher in der Begegnung mit Alltagsproblemen. Zur Messung solchen Verhaltens dient in diesem thematischen Rahmen ein spezieller Bewältigungsfragebogen. Entstanden ist der Fragebogen aus einer Untersuchung dessen, welche alltäglichen Probleme für Jugendliche von besonderer Relevanz sind und zum andern aus der Sammlung von Strategien, die zur Lösung dieser Probleme verwendet werden.

Kavsek unternimmt eine theoretische Erörterung des zentralen Konstrukts “Bewältigung” und führt in die wichtigsten Bewältigungstheorien und deren Forschungsaktivitäten ein. Ein besonderes Verfahren zur Auswertung des Datenmaterials zu dem Fragebogen im Sinne einer Dimensionierung der in diesem enthaltenen Bewältigungsstrategien wird dargestellt, das den Daten des Fragebogens in sehr viel höherem Maße angemessen ist als das klassische Modell der Faktorenanalyse, die als Skaliertechnik auch in der Bewältigungsforschung immer noch eine führende Position einnimmt. Das Verfahren, nach seinem Urheber “Mokken”–Skalenanalyse benannt, ist ein nonparametrisches Item–Response–theoretisches Modell. Neben der Gewinnung von Skalen der Bewältigung kann die Anwendung dieser Methode einen Beitrag zur Erhellung ihres Nutzens in der Entwicklungspsychologie und speziell der Bewältigungsforschung liefern.

Zur Verdeutlichung der Mokken–Skalenanalyse werden die realisierten Dimensionierungen, vorgenommen getrennt für die einzelnen Problembereiche, ausführlich dargestellt. Der Skalierung folgt in einem zweiten Schritt jeweils eine geschlechtsspezifische Auswertung der Bewältigungsitems. Geschlechtsdifferenzen werden jedoch nicht nur unter einer qualitativen Perspektive, sondern auch unter einem quantitativen Gesichtspunkt betrachtet. Mittels der Logitanalyse wird geprüft, ob Mädchen und Jungen in den Skalen, die für die Gesamtstichprobe errechnet worden sind, unterschiedliche Ausprägungsgrade einnehmen. In diesen Skalen sowie in den geschlechtsspezifischen Dimensionen wird überdem logitanalytisch der Einfluß der Variable Alter getestet, um Entwicklungstrends aufzuspüren. Das Buch schließt mit einer Diskussion der erhaltenen Ergebnisse.

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