: Die Rechtschreibentwicklung im Anfangsunterricht und Möglichkeiten der Vorhersage ihrer Störungen

Die Rechtschreibentwicklung im Anfangsunterricht und Möglichkeiten der Vorhersage ihrer Störungen

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 13

Hamburg , 390 Seiten

ISBN 978-3-86064-014-2 (Print)

Zum Inhalt

Ausgangspunkt der Arbeit ist, dass Lese-Rechtschreibprobleme nach wie vor ein erhebliches schulisches und gesellschaftliches Problem darstellen. Die Misserfolge bisheriger schulischer Früherkennungs- und Förderbemühungen werden darauf zurückgeführt, dass die ihnen zugrunde liegenden theoretischen Annahmen unzutreffend sind, was anhand vielfältiger Untersuchungen belegt wird. Wenn das LRS-Problem wirkungsvoller als bisher angegangen werden soll, ist eine neue Grundlegung erforderlich, die im „Spracherfahrungsansatz“ von BRÜGELMANN u.a. gesucht wird.
Im empirischen Teil der Arbeit wird eine Längsschnittuntersuchung dargestellt, in der die Rechtschreibentwicklung von 500 Schulanfängern von der Einschulung an über 18 Monate verfolgt wird. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die schriftsprachspezifische Vorerfahrung der Kinder eher als die bisher verwendeten schriftsprachfernen „Grundfunktionen“ (wie visuelle und auditive Differenzierungsleistungen) geeignet sind, von LRS bedrohte Kinder schon am Schulanfang erkennen und entsprechend fördern zu können.
Die Ergebnisse zeigen einen bedeutsamen Zusammenhang zwischen diesen Vorkenntnissen und späteren Rechtschreibleistungen; sie belegen aber auch, dass die Entwicklung damit nicht determiniert ist. Als weitere Verursachungsfaktoren werden die Art der schulischen Unterweisung und individuelle Faktoren der Lernenden ausgemacht. Mit einer Zusatzerhebung mit zurückgestellten Kindern wird nachgewiesen, dass der spielerische Umgang mit Schriftsprache dem Lernprozess förderlich ist.

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