Doktorarbeit: Soziales Engagement im 19. Jahrhundert bei Johann Hinrich Wichern und Wilhelm Löhe

Soziales Engagement im 19. Jahrhundert bei Johann Hinrich Wichern und Wilhelm Löhe

THEOS - Studien­reihe Theolo­gische Forschungs­ergebnisse, Band 139

Hamburg 2018, 320 Seiten
ISBN 978-3-8300-9831-7

19. Jahrhundert, Äußere Mission, Diakonie, Diakoniewissenschaft, Diakonisch-soziale Arbeit, Erweckungsbewegung, Innere Mission, Johann Hinrich Wichern, Konfessionalismus, Soziales Engagement, Systematische Theologie, Volkskirche, Wilhelm Löhe

Zum Inhalt

Diese Untersuchung versteht sich als Beitrag zur Erforschung des sozialen Engagements der evangelischen Kirche im 19. Jahrhundert. In unserer Massengesellschaft sind angesichts der zunehmenden Globalisierung das soziale Engagement und die Nächstliebe weitgehend verloren gegangen. Neben der dogmatischen Diskussion kommt deshalb der Frage nach dem sozialen Engagement und der gesellschaftliche Funktion der Religion heute eine besondere Bedeutung zu und ist eines der brennenden Themen der heutigen Theologie. Das gehört unverzichtbar zur Bezeugung des Glaubens und damit zur Ehre Gottes und zum Dienst am Nächsten.

Die Tradition der modernen Diakonie und Organisationsstrukturen in Vereinen gehen weitgehend auf Wichern und Löhe zurück. Die Studie konzentriere sich dabei auf die zwei Vertreter der Diakonie und Inneren Mission, auf die die moderne Diakonie weitgehend zurückzuführen ist: Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass die zwei Väter der deutschen Diakonie, Johann Hinrich Wichern und Wilhelm Löhe, aus der Geschichte des theologischen Denkens im 19. Jahrhundert nicht wegzudenken sind. Wichern und Löhe, die Schlüsselfiguren der Diakonie und Inneren Mission in der Neuzeit, nehmen einen unverwechselbaren und wohl auch einen unverzichtbaren historischen Platz auf vielen Feldern der kirchlichen Praxis ein. Wichern und Löhe sind zwar Zeitgenossen, aber grundverschieden in ihren diakonischen Ansätzen. Beide werden einander gegenübergestellt, besonders in Bezug auf konfessionelles, diakonisches und ökumenisches Denken. Beide wurden mit der gerade damals herrschenden Not der Bevölkerung konfrontiert und sie haben sich ihrer angenommen. Diese Leuchttürme engagierten Wirkens sozialen Handelns sind noch heute weithin sichtbar. Doch worin bestand Löhes und Wicherns soziales Engagement und welche Sozialinstitutionen erweckten sie zum Leben? Diese Fragen werden im Folgenden beantwortet und es folgt eine umfassende Darstellung von Wicherns und Löhes Handeln aus Liebe zum Nächsten.



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