Dissertation: Zur Bewertung der funktionalen Ausgestaltung der Produktionsplanung und -steuerung in ERP-Systemen für Industrieunternehmen

Zur Bewertung der funktionalen Ausgestaltung der Produktionsplanung und -steuerung in ERP-Systemen für Industrieunternehmen

Eine Analyse auf der Basis einer empirischen Erhebung von Soll-Konzepten

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 484

Hamburg 2017, 374 Seiten
ISBN 978-3-8300-9784-6 (Print & eBook)

Auswahlentscheidung, Entscheidungstheorie, ERP-Systeme, Industrieunternehmen, Nutzwertanalyse, Produktionsplanung, Produktionssteuerung, Produktionswirtschaft, Softwareauswahl, Soll-Konzept, Unternehmensmerkmale, Wirtschaftsinformatik

Zum Inhalt

Ein Enterprise-Resource-Planning-System zur Planung und Steuerung aller Ressourcen ist in den meisten Unternehmen der zentralen Bestandteil der IT. Seine Anschaffung hat dementsprechend weitreichende Auswirkungen und ist von einem großen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand geprägt. Da die Produktion der integrale Funktionsbereich jedes Industrieunternehmens ist, sollten derartige Unternehmen dem innerhalb eines ERP-Systems dafür zuständigen Modul – es wird auch als PPS-Kern bezeichnet – bei der Systemauswahl höchste Aufmerksamkeit widmen. Es handelt sich dabei um ein komplexes Entscheidungsproblem, zu dessen Lösung ein systematisches Vorgehen unerlässlich ist. Der Zielzustand bzw. das Soll-Konzept sollte dazu in Abhängigkeit von den unternehmensindividuellen Anforderungen so konkret wie möglich formuliert werden.

Dieses Werk leistet einen Beitrag zur Vereinfachung des Entscheidungsprozesses, indem Funktionen identifiziert werden, die sich für bestimmte Gruppen von Industrieunternehmen im Zuge von bereits abgeschlossenen Beratungsprojekten zum Erwerb von ERP-Systemen als besonders wichtig oder besonders unwichtig erwiesen haben. Erstere können direkt als notwendig eingestuft werden und es ist darauf zu achten, dass sie in den fraglichen System-Alternativen enthalten sind. Auf der anderen Seite können die als unwichtig gekennzeichneten Funktionen vernachlässigt werden; auf die Prüfung ihres Vorhandenseins kann also im Auswahlprozess verzichtet werden. In beiden Fällen lässt sich so kostbare Projektzeit einsparen. Spezifische Handlungsempfehlungen zur Bestimmung der benötigten Software müssen auf die Unternehmenseigenschaften abstellen, die die PPS beeinflussen. Methodisch basiert die Auswertung auf der Nutzwertanalyse.

So bietet die Studie große Unterstützung zur Rationalisierung der Auswahl von ERP-Systemen für Industrieunternehmen. Darüber hinaus gibt sie innovative Impulse für die betriebswirtschaftliche Forschung und die Software-Entwicklung.



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