Coverabbildung: Doktorarbeit, „Christian Jankowski: Spiel mir das Lied der Kunst“ von Judith Pöverlein

Christian Jankowski: Spiel mir das Lied der Kunst

Medialisierung an der Grenze zwischen Realität, Repräsentation und Reflexion

Hamburg , 276 Seiten

Zum Shop eBook-Anfrage

Zum Inhalt deutsch english

Der 1968 in Göttingen geborene Christian Jankowski gilt als Künstler, der die Allgegenwärtigkeit des Massenmediums Fernsehen zum Hauptgegenstand seiner Werke macht. Seine konzeptuellen Arbeiten aus den Bereichen Performance, Aktionskunst, Video und Installation, aber auch Film und Fotografie setzen an der Dichotomie zwischen Spiel und Ernst sowie Humor und Kritik an. Bis zur Unkenntlichkeit verwischt Jankowski die Grenzen an den Schnittstellen zwischen Fernseh- und Kunstwelt, indem er sich der Formate und Möglichkeiten der Massenmedien bedient, um sie mit neuen Inhalten aufzuladen. Eine Castingshow für den idealen Jesusdarsteller? Wahrsager, die über den künstlerischen Erfolg des jungen Jankowskis befragt werden? Kunstwerke, die im TV von professionellen Verkäufern angepriesen werden? Der Künstler in der Schaffenskrise, der sich in therapeutische Behandlung oder auf Kur begibt?

Dies sind nur einige der Szenarien, die Jankowski zur Persiflierung des Kunstbetriebs und der Künstlerfigur entwirft. Dabei schlüpft er selbst in die Rolle des Protagonisten vor der Kamera oder wählt Laien aus, die seine Konzepte als Co-Autoren ausführen und um ihren persönlichen Erfahrungsschatz erweitern. Doch eine Reduzierung von Jankowskis Kunst auf Spiel und Humor greift zu kurz. Situationskomik und Humor sind für den Künstler selbst nur Begleiterscheinungen seiner Werke, vielmehr stehen der Mediendiskurs, die Durchdringung von Medienrealität und Alltag respektive die Medialisierung, der Einsatz des Rollenspiels oder das Phänomen Kunst ohne Künstler im Vordergrund.

Diese Publikation stellt die erste wissenschaftliche Monographie zu Christian Jankowskis vielschichtigem Gesamtwerk dar, das sich von seinem Frühwerk Anfang der 1990er Jahre bis zur Leitung der Manifesta 11 als Künstlerkurator im Jahr 2016 erstreckt. Sie beleuchtet sein Werk hinsichtlich der Rückbesinnung auf Magie, Religion und Spiritualität an der Schwelle zum digitalen Zeitalter und stellt Jankowski in eine Reihe mit Künstlern wie Martin Kippenberger, Harun Farocki oder Christoph Schlingensief.

Bibliografische Daten

Autorin Judith Pöverlein
Titel Christian Jankowski: Spiel mir das Lied der Kunst
Untertitel Medialisierung an der Grenze zwischen Realität, Repräsentation und Reflexion
Seiten 276
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 29.08.2017
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-9608-5
eISBN (eBook) 978-3-339-09608-1
Schriftenreihe Schriften zur Kunstgeschichte
Band 66

Erwerbungsvorschläge

Sie können Ihrer Bibliothek auch einen Erwerbungsvorschlag für dieses Buch unterbreiten.

-Import

Mit der Browser-Erweiterung Zotero Connector können Sie die auf dieser Seite hinterlegten COinS-Metadaten direkt in Ihre Literaturverwaltung übernehmen.

Weitere Exportformate für Katalogisierung und Zitation

MARC 21

MARC 21 herunterladen

BibTeX

BibTeX herunterladen

RIS (für EndNote, Zotero, Citavi …)

RIS herunterladen