Dissertation: Persönliche Lebensqualität türkischer Mütter und Väter von Kindern mit geistiger Behinderung

Persönliche Lebensqualität türkischer Mütter und Väter von Kindern mit geistiger Behinderung

Eine empirische Untersuchung anhand von Fallstudien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Sozialpädagogik in Forschung und Praxis, Band 37

Hamburg 2016, 388 Seiten
ISBN 978-3-8300-9078-6

Bedürfnisse der Mütter und Väter, Behinderung, Doppelbelastung, Interkulturelle Pädagogik, Kind, Lebensqualität, Migration, Mutter, Objektive Lebensverhältnisse, Türkische Eltern, UN-Behindertenrechtskonvention, Vater, Zufriedenheit

Zum Inhalt

Gegenstand dieser Untersuchung ist die Lebensqualität von in Deutschland lebenden türkischen Müttern und Vätern von Kindern mit geistigen Behinderungen. Damit wird ein Thema bearbeitet, das bisher in dieser Form in Deutschland kaum untersucht wurde. Das Werk umfasst eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept von Lebensqualität, der Aufarbeitung der beobachtbaren Lebensverhältnisse von türkischen Eltern sowie der Auseinandersetzung um die Relationierung von Behinderung, Lebensqualität und Gesellschaft.

Nach der Einleitung wird in Kapitel 2 der derzeitige Forschungsstand zur Situation von Eltern mit behinderten Kindern vorgestellt und diskutiert.

In Kapitel 3 werden das Konzept der Lebensqualität und unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge (Psychologie, Behinderten- und Interkulturelle Pädagogik) bearbeitet und dargestellt. Daran schließt sich der Versuch an, das Lebensqualitätskonzept auf türkische Eltern von Kindern mit Behinderungen zu beziehen.

Das 4. Kapitel beinhaltet die Beschreibung der „beobachtbaren Lebensverhältnisse von türkischen Eltern" in Deutschland. Hierbei wird sozial-psychische, physisch-materielle und gesellschaftlich-strukturelle Aspekte differenziert. Diese Systematisierung wird auch im empirischen Teil zur Gliederung der Befunde angewendet und durch die Kategorie „Sonstige Aspekte" ergänzt.

Die Untersuchung erfordert zudem eine klare Vorstellung dessen, was unter „Behinderung“ und „geistiger Behinderung“ verstanden wird. Dem widmet sich das 5. Kapitel.

In Kapitel 6 wird das methodische Vorgehen für die Befragung und anschließende Auswertung beschrieben. Die Interviews wurden transkribiert, übersetzt und anschließend einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen.

Im 7. Kapitel werden die Ergebnisse der qualitativen Forschung dargestellt und diskutiert. Die Darstellung der Ergebnisse wird durch die Widergabe von ausgewählten Aussagen der Interviewten gelebt.

Insgesamt zeichnet sich die Publikation durch die intensive und umfassende Auseinandersetzung des Verfassers mit den von ihm gewählten theoretischen Zugängen zu dem Lebensqualitätskonzept aus. Ferner hat der Verfasser durch seine empirische Forschung durchaus interessante Aspekte zur Lebensqualität der von ihm Interviewten herausarbeiten können.



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