Doktorarbeit: Geowissenschaftliche Lerninhalte an Schulen

Geowissenschaftliche Lerninhalte an Schulen

Eine Untersuchung am Beispiel der Bildungspläne in Primar- und Orientierungsstufe in der Republik Korea und in der Bundesrepublik Deutschland

Studien zur Schulpädagogik, Band 78

Hamburg 2015, 250 Seiten
ISBN 978-3-8300-8772-4 (Print & eBook)

Bildungsplan, Deutschland, Geographie, Geowissenschaft, Geowissenschaftsunterricht, Korea, Koreanistik, Lehrplan, Lerninhalte, Schule, Schulpädagogik

Zum Inhalt

In diesem Buch werden die geowissenschaftlichen Bildungspläne und Lerninhalte in der Primar- und Orientierungsstufe in Korea und Deutschland verglichen. Innerhalb des naturwissenschaftlichen Bereichs der Bildungspläne spielen vor allem die geowissenschaftlichen Fächer eine besondere Rolle.

Im Gegensatz zu den Grundlagenfächern wie Physik, Chemie und Biologie sind die Geowissenschaften meist nicht explizit in Bildungsplänen ausgewiesen. Daraus folgend ergibt sich eine Bestimmung ihres Stellenwertes bei Geowissenschaften aufgrund der Begriffs- und Inhaltsdifferenzen zwischen unterschiedlichen Sprachkulturen (Geowissenschaften vs. Earth Science) keineswegs automatisch, sondern setzt umfangreiche Vorüberlegung und Voruntersuchung voraus. Um den Stellenwert der einzelnen Teilgebiete der Geowissenschaften und Bedeutsamkeit des Arbeitsmittels im Unterricht in beiden Ländern zu vergleichen, wurden jeweils 8 GrundschullehrerInnen in Korea und 13 Grundschullehrerinnen in Deutschland mittels einer Interviewtechnik befragt.

Aufgrund des amerikanischen Einflusses gibt es in Korea die Fächer Ozeanographie, Astronomie, Geologie und Meteorologie im geowissenschaftlichen Bereich. In Deutschland bestehen die geowissenschaftlichen Fächer aus Limnologie, Ozeanographie, Klimageographie, Vegetationsgeographie, Geomorphologie und Bodenkunde.

In beiden Ländern spielen sowohl traditionelle Materialien wie z. B. Schulbücher und Lehrerhandbücher als auch neue Medien wie z.B. das Internet eine große Rolle für die Vorbereitung des Unterrichts. In Korea nutzen fast alle Lehrkräfte das Internet als Informationsquelle im Unterricht, was in Deutschland nicht immer der Fall ist. In beiden Ländern geben Lehrer mit Master- bzw. Doktorgrad an, dass das eigene Studium und die daraus gewonnene Erfahrung einen großen Einfluss darauf haben, wie sie den Unterricht gestalten. In Deutschland wird viel Wert auf Fachliteratur gelegt, während diese in Korea tendenziell als unwichtig bewertet wird. Ein großer Teil jüngerer Lehrerinnen aus Deutschland halten die amtliche Lehrerweiterbildung für weniger wichtig, während sie in Korea als wichtig erachtet wird.

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