Dissertation: Managementparadigmen

Managementparadigmen

Eine ideengeschichtliche Rekonstruktion des Managementdenkens anhand der Thesen Thomas S. Kuhns zur Wissenschaftstheorie

Führung und Führungskräfte, Band 5

Hamburg 2015, 246 Seiten
ISBN 978-3-8300-8759-5 (Print & eBook)

Betriebswirtschaft, Karl Popper, Kritischer Rationalismus, Lose Kopplung, Managementdenken, Managementforschung, Managementparadigmen, Methodologie, Paradigma, Planung, Strategisches Management, Systemtheorie, Thomas Kuhn, Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie

Zum Inhalt

Die Managementforschung ändert sich in dem Maße wie sich die Welt verändert. Manager sehen sich heute ganz anderen Herausforderungen gegenüber als dies noch vor 50 Jahren der Fall war. Die Fähigkeit zur Anpassung an diese neuen Situationen begründet die Daseinsberechtigung des Managers. Und wenn die Managementpraxis mit ständig neuen Problemen zu kämpfen hat, dann kann auch die Managementforschung ihren Beitrag zum Erkenntnisprozess leisten, indem sie die Dinge ordnet, Lösungsansätze vermittelt und weitere Perspektiven aufzeigt.

Dort, wo eine sich ständig verschiebende (später im Buch heißt es: „kontingente“) Realität also einen guten Nährboden für Forschung und Praxis bietet, gerät der Wissenschaftstheoretiker paradoxerweise in ein Dilemma. Als Anhänger des Kritischen Rationalismus fordert er, dass die Wissenschaft grundsätzliche Gesetzmäßigkeiten und unveränderliche Wahrheiten zu Tage fördern müsse. Aber ist die Suche nach dem Unveränderlichen nicht aussichtslos in einer Welt, deren Veränderlichkeit geradezu ihr Merkmal ist, weil sie sich beständig neu aufbaut und durch Prozesse schöpferischer Zerstörung, schwarze Schwäne, Dynamik und Turbulenz charakterisiert ist?

Die Frage, ob Poppers Kritischer Rationalismus als methodologisches Leitbild für die Wirtschaftswissenschaften angemessen ist, ist bis heute noch nicht ausreichend diskutiert worden. Sie ist gleichwohl hochaktuell, denn häufig sehen sich die Wirtschaftswissenschaften mit dem Vorwurf konfrontiert, warum sie ihre Erkenntnisobjekte nicht mit derselben Exaktheit und Präzision vermessen können, wie es die Naturwissenschaftler mit der Formulierung der Naturgesetze vorgemacht haben. Management?paradigmen soll diese Lücke schließen, indem der Autor die Wissenschaftsauffassung Poppers den Thesen seines großen Widersachers Thomas S. Kuhns gegenüberstellt. Dabei wird gezeigt, inwiefern Kuhns Positionen zu einem besseren Verständnis des Erkenntnisprozesses der Wirtschaftswissenschaften beitragen können.



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