Dissertation: Besteuerung von grenzüberschreitenden Erbfällen

Besteuerung von grenzüberschreitenden Erbfällen

Steuerrecht in Forschung und Praxis, Band 123

Hamburg 2015, 316 Seiten
ISBN 978-3-8300-8745-8 (Print & eBook)

Rezensionen

Sie eröffnet mit den Grundzügen des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts von Großbritannien, Griechenland, Bulgarien, Spanien, Polen, Deutschland, Österreich, Irland und Kroatien. Sie stellt die Besteuerungsfolgen grenzüberschreitender Erbfälle dar. Dabei geht sie auch auf die Verflechtung zwischen dem Güterrecht bei Ehegatten ein. Sehr beachtlich: Sie rechnet vor, in welcher Höhe Steuerfolgen für jeweils denselben Gegenstand in den unterschiedlichen Ländern anfallen; es folgt jeweils eine Analyse. Ebenfalls geht sie auf die verschiedenen Maßnahmen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung ein. Bakalova erarbeitet schließlich Aspekte zu einer Richtlinie zur Besteuerung von grenzüberschreitenden Erbfällen.

Zeitschrift für die gesamte erbrechtliche Praxis, ErbR 7/2016

[...] Eine für die Praxis nützliche Arbeit.

Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts, in:
IPRax 5/2016

Anrechnungsmethode, Doppelbesteuerung, Doppelbesteuerungsabkommen, doppelte Nichtbesteuerung, Erbanfallsteuer, Erbschaftssteuer, Erbschaftsteuerpflichten, Europäische Union, Freistellungsmethode, grenzüberschreitende Erbfälle, Nachlasssteuer, Steuerbefreiung

Zum Inhalt

deutsch | english

Aufgrund der in der Europäischen Union stets zunehmenden Personen- und Kapitalmobilität, kommt es heutzutage immer häufiger zu grenzüberschreitenden Erbfällen. Auf dem Gebiet des Erbschaft- und Schenkungssteuerrechts liegt keine europaweite Harmonisierung vor. Die Beibehaltung der Souveränität der Mitgliedstaaten in dieser Hinsicht führt zwangsläufig zu verschiedenen Anknüpfungskriterien der unbeschränkten Erbschaftsteuerpflicht, verschiedenen sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen, verschiedenen Steuersätzen und Steuertarifverläufen sowie unterschiedlicher Abgrenzungs- und Bewertungssystematik des zu übertragenden Vermögens.

In dieser Arbeit wird das Erbschaftsteuerrecht ausgewählter Mitgliedstaaten – Großbritannien, Griechenland, Bulgarien, Spanien, Polen, Deutschland, Österreich, Irland und Kroatien – dargestellt. Es wird eine zunächst verbale und anschließend eine quantitative Analyse der Besteuerungsfolgen fiktiver grenzüberschreitender Erbfälle zwischen den ausgewählten Mitgliedstaaten vorgenommen, die der Identifizierung von eventuell auftretender Doppelbesteuerung oder doppelter Nichtbesteuerung des Erbfalls dient.

Im Rahmen der quantitativen Analyse, die auf Basis von fiktivem Erbvermögen (betrieblicher und privater Art) sowie unter Berücksichtigung ausgewählter Erben des Vermögens (bspw. Ehegattin/Kind) erfolgt, wird auf Faktoren wie die Bewertung des Erbvermögens, auf sachliche und persönliche Steuerbefreiungen sowie uni- und bilaterale Maßnahmen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung eingegangen.

Da die Überschneidung der subjektiven und objektiven Anknüpfungskriterien der Erbschaftsteuerpflicht in zahlreichen Fällen zu problematischer Doppelbelastung des Erbfalls führt oder ebenfalls in eine doppelte Nichtbesteuerung münden kann, wird abschließend eine idealtypische Richtlinie zur Besteuerung von grenzüberschreitenden Erbfällen erarbeitet, die bei simultaner Anwendung durch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu einer Vermeidung von Besteuerungskollisionen sowie Besteuerungslücken führen soll.



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