Forschungsarbeit: Leben und Wirken des deutsch-russischen Forschers Gregor Boroffka (1894–1942)

Leben und Wirken des deutsch-russischen Forschers Gregor Boroffka (1894–1942)

Briefe (1913–1935) an die Familie aus Russland nach Deutschland

Schriften zur Kulturgeschichte, Band 36

Hamburg 2015, 324 Seiten
ISBN 978-3-8300-8689-5 (Print & eBook)

Archäologie, Biographie, Deutsch-russische Kulturgeschichte, Deutschbalten, Eurasien, Mongolei, Museum, Paläontologie, Skythen, Sowjetisches Arbeitslager, St. Petersburg, Wissenschaftsgeschichte, Zeitgeschichte

Zum Inhalt

deutsch | english

Die einzigartige Briefserie von Gregor Boroffka und seiner Lebensgefährtin aus Russland zwischen 1913 und 1935 an seine emigrierte Familie lässt sein außergewöhnliches Forscherleben lebendig werden. Die Briefe, private Fotografien aus allen Lebensabschnitten, Originaldokumente und klärende Kommentare der Herausgeberin dokumentieren den privaten und beruflichen Werdegang.

Gregor Boroffka wächst im zaristischen St. Petersburg in einer bildungsbürgerlichen deutsch-baltischen Familie auf. In den 1920 er Jahren macht er als Archäologe und Skythenforscher im sowjetischen Leningrad Karriere und mit den berühmten Grabungen in der Mongolei sowie seinem englischen Buch über den Skythischen Tierstil auch in der internationalen Wissenschaftlergemeinde. In den 1930er Jahren nimmt er als politisch Verurteilter in der nordrussischen Taiga am frühen Aufbau der geologischen und archäologischen Wissenschaft in der Region teil.

Das Buch erzählt sein sehr persönliches Erleben der gravierenden gesellschaftlichen Umbrüche in Russland und vermittelt dabei auch eine Innensicht in zeit- und kulturgeschichtlich relevante Geschehnisse. Gregor Boroffka gehörte zur russischen Intelligenzija und war im nahen Umfeld politisch einflussreicher Personen tätig. Die Verflechtung von Wissenschaft und Politik sowie die enge Verbundenheit von deutscher und russischer Kultur erweisen sich als zentrale Themen in dieser Biographie.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben