Doktorarbeit: Stärkere Punitivität? – Ergebnisse einer Onlinebefragung von Staats- und Amtsanwälten in Nordrhein-Westfalen

Stärkere Punitivität? –
Ergebnisse einer Onlinebefragung von Staats- und Amtsanwälten in Nordrhein-Westfalen

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 320

Hamburg , 376 Seiten

ISBN 978-3-8300-8574-4 (Print)
ISBN 978-3-339-08574-0 (eBook)

Zum Inhalt

Vor dem Hintergrund der Annahme einer steigenden Punitivität präsentiert die Verfasserin mit der vorliegenden Untersuchung die Resultate einer von ihr durchgeführten Onlinebefragung nordrhein-westfälischer Amts- und Staatsanwälte zur Frage eines vermuteten Zusammenhangs zwischen dem Alter und der Strafhärte. Hierzu geht sie zunächst auf den mehrdimensionalen Begriff der Punitivität ein und begrenzt das Begriffsverständnis für die Studie auf die Bereiche der individuellen und justiziellen Punitivität. An die Begriffsklärung schließen sich grundlegende Überlegungen zu der durchgeführten Untersuchung an. Hierbei geht die Verfasserin zunächst auf die (theoretische) Möglichkeit und das (praktische) Vorkommen von Strafzumessungsunterschieden anhand einer Darlegung der gesetzlichen Grundlagen der Strafzumessung und einer Auswertung des einschlägigen Forschungsstandes ein. Daraufhin wird der Frage nach einem Anstieg der (justiziellen) Punitivität vor dem Hintergrund der Ergebnisse von Bevölkerungs- und Studentenbefragungen sowie Auswertungen statistischen Datenmaterials nachgegangen. Auf dieser Grundlage wirft die Verfasserin die Frage auf, ob die in beantragten und verhängten Strafmaßen zum Ausdruck kommende individuelle Punitivität des Beantragenden bzw. Urteilenden durch dessen Alter (mit-)bestimmt wird, wobei sie zwischen zwei Alterskomponenten – Alterseffekten und Generationeneffekten – unterscheidet. Auch in diesem Zusammenhang geht die Verfasserin auf insoweit einschlägige Forschungsergebnisse ein und kommt zu dem Schluss, dass sich Hinweise für einen solchen Zusammenhang zwischen dem Alter und der Strafhärte finden lassen, insoweit jedoch ein Forschungsdefizit besteht, welches die Durchführung der eigenen Untersuchung legitimiert.

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