Coverabbildung: Dissertation, „Mündliche Literatur und Nationalidentität in Brasilien“ von Lara Brück-Pamplona

Lara Brück-Pamplona Mündliche Literatur und Nationalidentität in Brasilien

Das Beispiel José de Alencars und Mário de Andrades

Hamburg 2016, 288 Seiten

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[…] Das […] Werk überzeugt durch eine umfassende und sehr detaillierte Recherche sowie eine schlüssige Argumentation in einer fehlerfreien Sprache, die dem Leser akademische Sachverhalte auf ansprechende Weise verständlich macht. […] Die […]

Volker Jaeckel in: Lusorama, 113-124 (2018-2020), S. 397-400

Zum Inhalt

Die brasilianische Literaturgeschichte ist von einer intensiven Beschäftigung mit der Frage nach der nationalen Identität gekennzeichnet. Vor allem in der Romantik und im Modernismus ist ein bewusstes Streben nach Nationalisierung und Modernisierung der brasilianischen Literatur und Kultur deutlich spürbar. Dabei lässt sich eine bedeutende Hinwendung zu den volkstümlichen Traditionen – der Folklore – und insbesondere zur mündlichen Literatur beobachten, die in den literarischen Diskursen als eine Art Spiegel der nationalen Identität dargestellt wird.

Im Hinblick auf die Rolle der mündlichen Literatur in der nationalen Identitätskonstruktion in Brasilien nehmen die Diskurse von José de Alencar und Mário de Andrade eine zentrale Stellung ein. Das Werk legt den Fokus auf literaturkritische und -theoretische Texte beider Autoren und macht stellenweise kurze Exkurse über fiktionale Werke. Besonders berücksichtigt werden die Ausführungen Johann Gottfried Herders über die Volkspoesie als Naturpoesie im Gegensatz zur gelehrten Kunstdichtung, der sie als Rohstoff dienen sollte. Eine wichtige Rolle spielen bei dem Prozess der nationalen Identitätskonstruktion sowohl historische Faktoren als auch die Aufwertung einer von der volkstümlichen gesprochenen Sprache geprägten „brasilianischen“ Literatursprache, die mit dem europäischen Portugiesisch und der portugiesischen Literatur kontrastieren sollte.

Die Untersuchung präsentiert sowohl eine diachronische als auch eine synchronische Perspektive. Die diachronische Perspektive ist insofern wichtig, um die nationale Identitätskonstruktion als historischen Prozess zu erfassen, während die synchronische Sicht für den Vergleich zwischen den beiden Gründungsmomenten der brasilianischen Literatur (Romantik und Modernismus) sowie zwischen Alencar und Andrade von Bedeutung ist.

Bibliografische Daten

Autorin Lara Brück-Pamplona
Titel Mündliche Literatur und Nationalidentität in Brasilien
Untertitel Das Beispiel José de Alencars und Mário de Andrades
Seiten 288
Erscheinungsjahr 2016
Erscheinungsdatum 09.02.2016
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-8398-6
eISBN (eBook) 978-3-339-08398-2
Schriftenreihe Studien zur portugiesischsprachigen Welt –
Schriftenreihe des Portugiesisch-Brasilianischen Instituts und des Zentrums Portugiesischsprachige Welt der Universität zu Köln
Herausgeber Prof. Dr. Claudius Armbruster
Band 6

Rezension

[…] Das […] Werk überzeugt durch eine umfassende und sehr detaillierte Recherche sowie eine schlüssige Argumentation in einer fehlerfreien Sprache, die dem Leser akademische Sachverhalte auf ansprechende Weise verständlich macht. […] Die vorliegende Publikation kann insgesamt als sehr gelungener Beitrag zur brasilianischen Literaturwissenschaft gewertet werden.

Volker Jaeckel in: Lusorama, 113-124 (2018-2020), S. 397-400

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