Doktorarbeit: Das Kollektiv als Täter

Das Kollektiv als Täter

Diskussion um das Verbandsstrafrecht

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 336

Hamburg , 270 Seiten

ISBN 978-3-8300-8198-2 (Print)
ISBN 978-3-339-08198-8 (eBook)

Zum Inhalt

Diese Studie stellt die Verbandsstrafe in anderen Ländern im Überblick dar. Die Einführung des Verbandsstrafrechts im Ausland ist immer wieder Anlass, dies auch für Deutschland zu erwägen. Der Vergleich dient mithin zunächst der Verortung der deutschen Position im Vergleich mit anderen Staaten. Zugleich gibt es zwischen allen strafrechtlichen Systemen, trotz aller Unterschiede, stets auch verbindende Elemente. So ist der Grund für die Einführung eines Verbandsstrafrechts unabhängig vom System stets der gleiche: Verbände werden als handelnd und delinquierend wahrgenommen, viele empfinden es daher als angemessen und erforderlich sie auch zu sanktionieren.

Innerhalb der Studie zeigt sich, dass Sanktionsmöglichkeiten und Sanktionsdomatik, unabhängig vom zugrundeliegenden Rechtssystem stets einer endlichen Menge von Möglichkeiten entspringt. Der oben bereits umrissene rechtspolitische Konflikt, zwischen denen, die es als „gerecht“ empfinden, Verbände zu bestrafen, und zwischen denen, die gerade dies „ungerecht“ finden, hat, so wird gezeigt, in allen Rechtsordnungen und zu allen Zeiten die Diskussion bestimmt.

Warum also eine weitere Studie zu diesem Thema, das bereits so zahlreiche Autoren beschäftigt hat? Zunächst, um die Argumente, die für die Einführung eines Unternehmensstrafrechts vorgebracht werden, auf den Prüfstand zu stellen, sie zu strukturieren und auf logische Stringenz hin zu untersuchen. Trotz der zahlreichen Diskussionsbeiträge und der vielen bereits realisierten Konzepte im Ausland wurde zudem bisher kein logisch haltbarer Vorschlag zur Schaffung eines Verbandsstrafrechts vorgelegt. Dies jedoch ist das primäre Ziel dieser Studie.

Die bereits de lege lata bestehenden Möglichkeiten der Sanktionierung von Verbänden im deutschen Recht müssen zu diesem Zweck ebenso überblickhaft dargestellt werden, wie auch die rechtspolitischen Thesen und Argumente, die von Verfechtern der Verbandsstrafe vorgebracht werden. Die historische und rechtsvergleichende Untersuchung beschränkt sich dabei auf die Essenz dessen, was zum Verständnis und zur dogmatischen Durchdringung erforderlich ist. Auf diesem Gebiet wurden bereits zahlreiche erschöpfende Untersuchungen durchgeführt, an die hier, wo möglich, angeknüpft und auf die ggf. zur Vertiefung verwiesen wird.

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