Doktorarbeit: Separable Partikelverben im Deutschen und die Ausdrucksformen ihrer Entsprechungen im Französischen

Separable Partikelverben im Deutschen und die Ausdrucksformen ihrer Entsprechungen im Französischen

Grundlagen und Anwendungen der bilingualen Lexikografie

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 196

Hamburg 2015, 256 Seiten
ISBN 978-3-8300-8142-5 (Print & eBook)

Allgemeine Sprachwissenschaft, Bilinguale Lexikografie, Lexikongrammatik, Nominale Prädikate, Prädikative Konstruktionen, Prädikatsausdrücke, Semantische Klassen, Separable Partikelverben, Strukturierung von Lexikoneinträgen, Übersetzungsvarianten, Verb-Adverb-Konstruktionen, Verb-Nomen-Konstruktionen, Verwendung von Prädikatsausdrücken

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Separable Partikelverben sind ein im Deutschen sehr häufig vorkommender Typ zusammengesetzter Verben. Ihre Besonderheit ist, dass sie in bestimmten syntaktischen Konstruktionen separabel, also trennbar sind: Die Partikel, der erste Teil des Verbs, oft eine Präposition o.ä., trennt sich vom Verbstamm ab und wird erst am Satzende angefügt. Auch bei der Bildung des Partizip Perfekts und des Infinitivs mit zu verhalten sich separable Partikelverben anders als andere Verben. Doch nicht allein deshalb verdient diese Gruppe zusammengesetzter Verben besondere Beachtung. Sie zählt zu den produktivsten Wortgruppen der deutschen Gegenwartssprache und kommt zudem auch in Fachsprachen häufig vor.

Die Besonderheiten in der Grammatik machen es allerdings für Lerner von Deutsch als Fremdsprache (DaF) schwierig, diesem sprachlichen Phänomen Herr zu werden. Das trifft speziell dann zu, wenn in der jeweiligen Muttersprache ein solcher Verbtyp nicht existiert. So gibt es beispielsweise im Französischen keine trennbaren Verben, was dazu führt, dass bei der Übersetzung mitunter Schwierigkeiten auftreten können. Das Werk geht der Frage nach, ob es bestimmte Muster und Regelmäßigkeiten bei der Übersetzung deutscher separabler Partikelverben ins Französische gibt. Eine derartige Gegenüberstellung der beiden Sprachen ist neu und gibt Aufschluss darüber, wie Sätze aus einer Sprache mit Partikelsystem in eine Sprache ohne Partikelsystem übertragen werden müssen.

Zahlreiche Beispiele, auch aus Texten, illustrieren die Ergebnisse der Untersuchung und zeigen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Realisierung. Es werden dabei nicht nur einfache Partikelverben ihren französischen Entsprechungen gegenübergestellt, sondern auch sogenannte komplexe Prädikatsausdrücke, deren Bestandteil ein Partikelverb ist, etwa Konstruktionen aus einem separablen Partikelverb und einem Adverb. Die theoretische Grundlage bildet die Lexikongrammatik von Maurice Gross u.a.. Ihre Annahmen und Arbeitsweisen werden deshalb ebenfalls übersichtlich und kompakt zusammengestellt präsentiert.

Darüber hinaus werden auf der Basis der Ergebnisse Vorschläge für eine bessere Strukturierung von Lexikoneinträgen gemacht. Vorgestellt werden verschiedene Varianten sowohl für zweisprachige Lernwörterbücher als auch für elektronische Lexika. Praktische Übungen für den DaF-Lerner runden das Buch ab.



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