Dissertation: Strafprozessuale Ermittlungsmaßnahmen gegen Kinder

Strafprozessuale Ermittlungsmaßnahmen gegen Kinder

Schriften zum Strafprozessrecht, Band 2

Hamburg 2014, 154 Seiten
ISBN 978-3-8300-8116-6 (Print), ISBN 978-3-339-08116-2 (eBook)

Rezension

„Kinder-Bande misshandelt Mitschüler - Polizei und Jugendamt greifen ein“
„Kinder-Bande: Einbruchs-Serie wegen Süßigkeiten“
Diese Meldungen finden sich bei „News“ nach der Eingabe von „Polizei stellt Kinder-Bande“ im Oktober 2015. Die Printmedien vermelden ähnliche Überschriften. Aufmerksamkeit ist garantiert.
[...] All denen, die die eingangs zitierten Überschriften schon bei der Nachrichtenlektüre beim Frühstück dazu veranlassen, laut aufzurufen, dass Kinder keine Täter sein können, gibt diese Arbeit die überzeugenden juristischen Argumente an die Hand.

Verina Speckin, in:
Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, ZJJ 4/2015

Beschuldigter, Jugendstrafrecht, Kinder, Rechtshilfe, Strafmündigkeit, Strafprozessrecht

Zum Inhalt

Strafprozessuale Ermittlungsmaßnahmen gegen Kinder haben eine größere Bedeutung als die unwiderlegbare Vermutung der Schuldun?fähigkeit von Kindern gemäß § 19 StGB erwarten lässt. So werden auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik regelmäßig tatverdächtige Kinder gezählt. Das Problem der Kinder- und Jugendkriminalität ist im Bewusstsein der Gesellschaft verankert.

Das Buch behandelt sämtliche Konstellationen, in denen ein Kind zu einer rechtswidrigen Tat stehen kann. Kann ein Kind Beschuldigter sein? Welche Ermittlungsmaßnahmen können gegen Kinder getroffen werden? Nicht immer handelt ein kindlicher Täter alleine. Was ist, wenn ein strafmündiger Dritter an der Tat des Kindes beteiligt ist?

Neben der Klärung dieser Fragen beschäftigt sich ein großer Teil des Buches mit Fragen der internationalen Rechtshilfe im Zusammenhang mit Kindern. Erstmals werden hier sämtliche denkbaren Konstellationen des Rechtshilfeverkehrs im Zusammenhang mit Kindern auf dogmatischer Grundlage aufgearbeitet. Rechtsprechung und Literatur hierzu suchte man bislang meist vergeblich.

Zu guter Letzt steht die Frage einer Absenkung der Strafmündigkeitsgrenze auf zwölf Jahre. Hier wird noch einmal knapp der aktuelle Diskussionsstand dargestellt.



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