Coverabbildung: Forschungsarbeit, „Das pädagogische Menschenbild“ von Dietmar Langer

Dietmar Langer Das pädagogische Menschenbild

Warum es für Erzieher kein letztgültiges Bild vom Menschen geben soll

Hamburg 2014, 200 Seiten

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Zum Inhalt

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Bild vom Menschen zu malen, um sich metaphorisch vor Augen zu halten, was er aus der jeweils fokussierenden Perspektive zu sein scheint. Insofern lassen sich z.B. auch religiöse, soziologische oder technische Menschenbilder angeben, etwa als Geschöpf Gottes, Rollenträger oder Roboter. Jedoch muss man dabei Abbild (Sein) und Vorbild (Sollen) unterscheiden.

Es wird dafür plädiert, das ’Abbild’ des pädagogischen Menschenbildes weder nur als ’homo soziologicus’ noch bloß als ’homo neurobiologicus’, sondern als ’geistiges Handlungssubjekt’ (= animal symbolicum im Sinne von Ernst Cassirer) zu betrachten. Letzteres trifft für alle Menschen zu, also auch für Kinder. Da aber der Bösewicht ebenso über Geist verfügt, sollte das ’Vorbild’ der Pädagogik nach wie vor ein vernünftig handelndes Subjekt’ als ›Person‹ (= animal rationale) sein.

Ziel ist es, die herkömmliche Philosophie des Geistes mit der Naturphilosophie im Gefolge Darwins in Einklang zu bringen.

Aufgrund der Vorstellung einer ’schöpferischen Evolution’ hält die personale Idee ein Menschenbild für Erzieher bereit, jedoch ist sie nur eine Metapher unter mehreren Möglichkeiten. Die Auslegung eines ’normgebenden’ pädagogischen Menschenbildes bleibt nach wie vor offen. Das hermeneutisch-anthropologische Gespräch geht weiter.

Erhebt jemand den Anspruch, die ›allein richtige‹ Auslegung präsentieren zu können, muss sie von der Pädagogik, die ihren Namen verdient, destruiert werden. Die Frage, ob Pädagogen ein gültiges Menschenbild brauchen, ist mit einem klaren ’Nein’ zu beantworten, denn die Letztbegründung für richtig und gültig ist mit endlicher Vernunft nicht zu leisten. In Bezug auf das Letzte soll hier etwas offen bleiben dürfen.

Bibliografische Daten

Autor Dietmar Langer
Titel Das pädagogische Menschenbild
Untertitel Warum es für Erzieher kein letztgültiges Bild vom Menschen geben soll
Seiten 200
Erscheinungsjahr 2014
Erscheinungsdatum 02.09.2014
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-8001-5
eISBN (eBook) 978-3-339-08001-1
Schriftenreihe Schriften zur Pädagogischen Theorie
Band 7

Zum Autor

Dietmar Langer, geboren 1952 in Dentlein am Forst, ist Diplom-Pädagoge mit langjähriger Erfahrung in schulischer und hochschulischer Lehre. Von 1979 bis 2010 war er als Realschullehrer für Mathematik und Sport tätig, häufig auch in der Funktion des Klassenlehrers. Zwischen 2009 und 2014 lehrte er Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Seine wissenschaftliche Publikationstätigkeit begann in den 1980er-Jahren mit Beiträgen zur Sportdidaktik. Seit Mitte der 1990er-Jahre liegt sein Schwerpunkt auf erziehungsphilosophischen Fragen. Er veröffentlichte zahlreiche Fachaufsätze und Rezensionen, vor allem in der *Pädagogischen Rundschau*, wo er auch zwei Themenhefte verantwortete: eines zur Beziehung von Selbstbestimmung und Glauben (2019), ein weiteres zur Rolle der Erziehungsphilosophie in der Gegenwart (2023).

Bislang sind 29 Buchveröffentlichungen erschienen, darunter mehrere aktuelle Titel im Verlag Dr. Kovač, zuletzt Erziehung zur Vernunft. Irrtümer in der Theorie der Personwerdung und inwieweit wir uns langsam empor irren (2025), Evolution >und< Schöpfung – aber welche? (2024), der von ihm herausgegebene Sammelband Pädagogische Metaphysik (2024) sowie Warum die Erziehung des Geistes nicht veraltet ist (2023).

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