Dissertation: Monarquía imaginada – Eine Untersuchung zu Vorstellungen von der Monarchie auf der Iberischen Halbinsel im 16. und 17. Jahrhundert

Monarquía imaginada – Eine Untersuchung zu Vorstellungen von der Monarchie auf der Iberischen Halbinsel im 16. und 17. Jahrhundert

Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 82

Hamburg 2014, 426 Seiten
ISBN 978-3-8300-7972-9

16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, Frühe Neuzeit, Geschichte der Geschichtsschreibung, Imagologie, Katalonien, Königlicher Absentismus, Monarchie, Portugal, Portugiesische Geschichte, Questione della lingua, Sitz des Hofes, Spanien, Spanische Geschichte, Vorstellungsgeschichte

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Das Buch ist im Bereich der Vorstellungsgeschichte zu verorten. Es geht um unterschiedliche Vorstellungen in den verschiedenen spanischen Königreichen, Portugal eingeschlossen, von der Monarchie im 16. und 17. Jahrhundert. Die angestrebte Volksabstimmung über die Unabhängigkeit in Katalonien sowie noch nicht lang zurückliegende Vorschläge, zum Beispiel des kürzliche verstorbenen Schriftstellers José Saramago, Spanien und Portugal in einem Staat zu vereinen, zeigen die Aktualität der Frage nach politisch-kultureller Einheit oder Vielfalt auf der Iberischen Halbinsel. Die Vorstellungen werden anhand von vier verschiedenen Quellengattungen gemessen. Diese lauten: Geschichtswerke, Landesbeschreibungen, Werke zur Frage der Sprache sowie zur Frage des Sitzes des Hofes. Die geographische Aufteilung erfolgt in fünf formaljuristisch unabhängige Königreiche bzw. Fürstentümer und zwar Kastilien, Aragon, Katalonien, Valencia und Portugal. Ziel ist es einerseits, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Machtzentrum Kastilien und den peripheren (geographisch und machtpolitisch) Königreichen herauszuarbeiten und andererseits, dieselbe Fragestellung bezogen auf die peripheren Königreiche untereinander zu beantworten. Die Ergebnisse sollen zeigen, inwieweit sich das juristische Konstrukt der zusammengesetzten Monarchie (composite monarchy) in den Vorstellungen der einzelnen Königreichen wiederfindet. Weiterhin soll ebenfalls gezeigt werden, ob die Vorstellungen von der Rolle und Bedeutung des eigenen Königreiches innerhalb der Monarchie sich mit der realen Machtverteilung deckt oder aber von dieser abweicht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Vielzahl an Quellen aus den unterschiedlichen Königreichen, die in verschiedenen Sprachen verfasst sind, analysiert. Der Leser bekommt einen tiefen Einblick in die Realität der Iberischen Halbinsel der Frühen Neuzeit und gewinnt an Verständnis für die noch heute aktuellen und ungelösten Probleme der Vielfalt in Spanien. Die vielen im Original belassenen Zitate geben außerdem eine interessante Sicht auf Rechtschreibung und Stil in den verschiedenen iberischen Sprachen jener Zeit.



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