Coverabbildung: Dissertation, „Faires Konsumentenverhalten“ von Mathias Peyer

Mathias Peyer Faires Konsumentenverhalten

Analyse von Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung und Zahlungsbereitschaft für faire Produkte

Hamburg 2014, 404 Seiten

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[…] Für die Marketing-Praxis, aber auch für die Verbraucherpolitik ergeben sich anregende Folgerungen. Für beide Handlungsbereiche gilt, dass klassische mediale Kampagnen nicht ausreichen. Primär wären die altruistisch geprägten […]

Günther Rosenberger in: Verbraucherforschung aktuell, 3/2014

Zum Inhalt

Berichte über die Ausbeutung und Diskriminierung von Arbeitnehmern, Lohndumping sowie Verletzungen von rechtlichen oder ethischen Minimalstandards für Arbeitsbedingungen, insbesondere in weniger entwickelten Ländern, thematisieren soziale Aspekte des Wirtschaftens und sind fast täglich in den Medien zu finden. Global agierende Unternehmen werden an den Pranger gestellt, weil sie Hungerlöhne für Frauen und unzumutbare Arbeitsbedingungen bei Zulieferern dulden oder, so der Vorwurf, zumindest nicht aktiv bekämpfen. Die Globalisierung der Märkte, die Stärkung von Anspruchsgruppen durch technischen Fortschritt und Medien sowie ein zunehmendes Verantwortungsbewusstsein auf Verbraucherseite sind Gründe dafür, dass Unternehmen nicht mehr ohne Rücksicht auf soziale Aspekte nach Gewinnen streben können.

Auf der Verbraucherseite äußert sich diese gestiegene Relevanz sozialer Belange insbesondere im Konsum von Produkten mit dem Fairtrade-Siegel (faire Produkte), wodurch die Anliegen benachteiligter Produzenten bei der Kaufentscheidung Berücksichtigung finden. Trotz steigender Bedeutung sozialer Aspekte beim Konsum sind die Marktanteile von Fairtrade-Produkten bei vielen Produktkategorien noch sehr gering. Auch aus theoretischer Perspektive bestehen erhebliche Forschungslücken in diesem Bereich und es fehlen Modelle zur Erklärung fairer Kaufentscheidungen.

Das vorliegende Buch befasst sich mit der Fragestellung, inwieweit Konsumenten bei ihren Kaufentscheidungen soziale Belange berücksichtigen. Erstmals liegt damit eine umfassende Analyse von Kaufentscheidungen und Zahlungsbereitschaften für fair gehandelte Produkte am Beispiel des Fairtrade-Siegels vor. In dem vom Autor entwickelten Modell wird eindrucksvoll gezeigt, dass insbesondere altruistische Motive beim Konsumenten zum Kauf fairer Produkte führen. Darüber hinaus wird untersucht, ob und welche Konsumenten bereit sind, für eine zusätzliche soziale Qualität von Produkten zu bezahlen. Aus den gewonnenen Ergebnissen leitet der Autor konkrete Implikationen für die Vermarktung von fair gehandelten Produkten ab.

Bibliografische Daten

Autor Mathias Peyer
Titel Faires Konsumentenverhalten
Untertitel Analyse von Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung und Zahlungsbereitschaft für faire Produkte
Seiten 404
Erscheinungsjahr 2014
Erscheinungsdatum 23.05.2014
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-7754-1
eISBN (eBook) 978-3-339-07754-7
Schriftenreihe Studien zum Konsumentenverhalten
Band 57

Rezension

[…] Für die Marketing-Praxis, aber auch für die Verbraucherpolitik ergeben sich anregende Folgerungen. Für beide Handlungsbereiche gilt, dass klassische mediale Kampagnen nicht ausreichen. Primär wären die altruistisch geprägten Entscheidungen durch gezielte Maßnahmen zu fördern. Dazu sind moralische Wertvorstellungen zu kommunizieren. Eine innere moralische Verpflichtung aufzubauen wäre das entscheidende Ziel.

Günther Rosenberger in: Verbraucherforschung aktuell, 3/2014

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